Der Milliardär und der Premier
26. Oktober 2026 – 15. Cheschwan 5787
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Der Milliardär und der Premier
Der australische Superreiche James Packer soll Netanjahu mit Luxus versorgt haben und kaufte eine Villa nebenan – nun floss mehr als eine Millionen Dollar an den Anwalt des israelischen Ministerpräsidenten
Zigarren, Champagner, eine Luxusvilla nebenan – und nun Millionen für die Kanzlei von Netanjahus Anwalt? Der australische Milliardär James Packer, der dem israelischen Premier einst teure Geschenke gemacht haben soll, überwies laut einer Recherche der Tageszeitung »Sydney Morning Herald« mindestens 1,25 Millionen Dollar an dessen Anwalt.
Das Geld soll an die Anwaltskanzlei Hadad-Roth-Shenhar geflossen sein, jene Kanzlei, die auch den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu vertritt. Dem Bericht zufolge seien die Gelder über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren überwiesen worden, beginnend im September 2024, in monatlichen Raten von jeweils 50.000 Dollar von Packers Konto auf das Konto der Kanzlei bei einer israelischen Bank. Packer hat die Zahlungen nicht bestritten.
Angeblich seien die Geldtransfers kurz nach der Wiederaufnahme der Beziehung zwischen Packer und Netanjahu begannen. Eine Packer nahestehende Quelle habe angegeben, dass die Banküberweisungen für in seinem Auftrag erbrachte Leistungen erfolgt seien, darunter die Identifizierung potenzieller Geschäfte in Israel, und in keinem Zusammenhang mit dem Netanjahu-Prozess stünden so der Bericht. Allerdings seien der australischen Zeitung keinerlei Belege für derartige Geschäfte in Israel vorgelegt worden.
Packer soll per Videoschalte im Netanjahu-Prozess aussagen
Ausgerechnet am selben Tag bat Rechtsanwalt Amit Hadad darum, Packer per Videoschalte als Zeugen im Netanjahu-Prozess aussagen zu lassen. Hadad erklärte, er und seine Kanzlei verträten Unternehmen, die von Packer kontrolliert werden, und zwar in Angelegenheiten, »die in keinerlei Zusammenhang mit dem laufenden Prozess stehen«.
Der Millionär aus Sydney ist im Netanjahu-Prozess als Zeuge der Anklage gelistet. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft ihn bislang jedoch weder als Zeugen aufgerufen noch erklärt, dass sie auf seine Aussage verzichtet. In der Akte werde........
