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Das falsche Pferd im Libanon

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05.03.2026

05. März 2026 – 16. Adar 5786

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Das falsche Pferd im Libanon

Geschwächt und unter Druck im eigenen Land versucht die schiitische Terrormiliz Hisbollah, sich vom Iran zu distanzieren

Jahrzehntelang war die Hisbollah die schlagkräftigste Terrormiliz im Nahen Osten, bis an die Zähne bewaffnet, finanziert und politisch gestützt vom Regime in Teheran. Doch nach Jahren der Kriege und Niederlagen wirkt die schiitische Organisation heute wie ein Schatten ihrer selbst. Während Israel und die USA gegen den Iran Krieg führen, versucht die Hisbollah zunehmend, ihre Rolle neu zu definieren – und sich zumindest rhetorisch von ihrem wichtigsten Geldgeber zu distanzieren.

Diese neue Linie zeigte sich deutlich in einer Fernsehansprache von Hisbollah-Chef Naim Qassem. Die Raketenangriffe auf Israel seien eine Reaktion auf angebliche israelische Verletzungen der Waffenruhe, erklärte er. Vor allem aber betonte Qassem, die Angriffe stünden »in keinem Zusammenhang mit irgendeiner anderen Schlacht« – eine bemerkenswerte Formulierung inmitten des eskalierenden Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran.

Mit dieser Botschaft versucht die Organisation offensichtlich, sich von dem regionalen Krieg ihres wichtigsten Verbündeten zu distanzieren. Die Hisbollah entstand in den 1980er-Jahren mit iranischer Unterstützung, wurde von den Revolutionsgarden ausgebildet und entwickelte sich zum zentralen Instrument der iranisch-imperialistischen Bestrebungen im östlichen Mittelmeer.

Die Terrormiliz wurde von den Revolutionsgarden ausgebildet

Shmuel Bar, einst hochrangiger israelischer Geheimdienstmitarbeiter, ist heute Sicherheitsforscher und Mitglied der Organisation »Commanders for Israel’s Security«. Aus seiner Sicht lässt sich der Einfluss Teherans auf die Miliz kaum überschätzen. »Man kann den Iran nicht vom Libanon trennen, denn die Hisbollah ist komplett unter der Kontrolle der iranischen Revolutionsgarden«, erklärt er. Lange Zeit sei sie das wichtigste Instrument der regionalen Strategie Teherans........

© Juedische Allgemeine