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„Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land“

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21.05.2026

21. Mai 2026 – 5. Siwan 5786

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»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

Meine Damen und Herren,

liebes Redaktions-Team der Jüdischen Allgemeinen Zeitung,

lieber Philipp Peyman Engel,wir alle kennen sie, die »einseitige Berichterstattung« über Israel, ich will nur ein paar Beispiele nennen:Premierminister Netanjahu habe den Gaza-Krieg »zu seinem politischen Vorteil verlängert«. Außerdem habe er versucht, unabhängige Institutionen »mundtot machen zu wollen«.Oder die Warnung vor einem »Abbau demokratischer Strukturen« durch die Regierungspolitik.Und in Sachen Justizreform: Die Demokratie sterbe »in kleinen Schritten«.Meine Damen und Herren, das sind Zitate aus der Jüdischen Allgemeinen, aus dem Medium, dessen Berichterstattung im vergangenen Jahr in einem Offenen Brief aus der deutschen Kulturszene als »nicht nur einseitig, sondern auch gefährlich verkürzt« kritisiert wurde.Manch einer sollte genauer hinschauen, bevor er pauschal verurteilt.Diese Redaktion leistet großartige Arbeit, bereichert mit wertvollem Journalismus, und diskutiert intern so kontrovers, das sollten sich einige Redaktionen in Deutschland abgucken.

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

Das entspricht nicht der Essenz unseres Landes!

Man muss keine Sympathie für die Aktivisten der Gaza-Flotille haben, um die Art abzulehnen, wie Itamar Ben-Gvir mit ihnen umgegangen ist. Der Minister hat dem Ansehen Israels geschadet

Liebes Redaktions-Team, lasst Euch nicht einreden, dass Ihr ein einseitiges politisches Sprachrohr seid. Diese Zeitung ist von Journalisten gemacht, mit Qualitätsstandards - und wenn Ihr Sprachrohr seid, dann zurecht für die jüdische Community.Und die ist bekanntlich divers aufgestellt. Allein dadurch zeigt Ihr eine enorme Perspektivenvielfalt in den Artikeln und Geschichten – und in den Kommentaren. Zuletzt mit einer klaren Haltung gegen die Todesstrafe in Israel.Und dass die Jüdische Allgemeine auch mal zuspitzt und dass sie eine deutsch-jüdische Perspektive oder eine israelische Perspektive vertritt, ja, das ist auch ihre Aufgabe.Wer sich nicht nur an Gedenktagen mit dem Judentum beschäftigen will, der sollte feiern und wertschätzen, dass es seit inzwischen 80 Jahren diese Zeitung gibt, die Jüdische Allgemeine.Hier wird jüdisches Leben in Deutschland sichtbar gemacht, in all seinen Facetten. Und wer glaubt, die Zeitung drehe sich ausschließlich um Israel und Antisemitismus, der hat sie offenbar nicht gelesen.

Ich sehe die Jüdische Allgemeine nicht ausschließlich als Medium von Juden für Juden – sondern ganz besonders auch für Nicht-Juden.

Ich sehe die Jüdische Allgemeine nicht ausschließlich als Medium von Juden für Juden – sondern ganz besonders auch für Nicht-Juden.

Apropos Gedenktage: Für die meisten Nicht-Juden in Deutschland tauchen Juden zwei Mal im Jahr auf: am 27. Januar und am........

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