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Jüdisch alphabetisiert

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25.08.2026

25. August 2026 – 12. Elul 5786

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Jüdisch alphabetisiert

Zum ersten Mal seit der Schoa entstehen in Deutschland Arbeitsbücher für den jüdischen Religionsunterricht. Der erste Band widmet sich der Tora und ist nun erschienen

Was bedeutet die Tora heute für mich?» Für Nurith Schönfeld ist das eine der wichtigsten Fragen, die guter Religionsunterricht aufwerfen muss. Die Autorin des ersten Bandes der neuen Schulbuchreihe «Da’at Hadorot» lehrt seit fast 30 Jahren das Fach «Jüdische Religion». Sie kennt die Schülerinnen und Schüler, für die sie dieses Arbeitsheft entwickelt hat, aus dem Klassenzimmer: Kinder aus orthodoxen und säkularen Familien, Kinder, die mit Hebräisch aufwachsen oder kaum einen Buchstaben entziffern können, Kinder, die nie in die Synagoge gehen und sich ihr als «nur kulturell jüdisch» vorstellten.

Diese Heterogenität war eine der großen Herausforderungen bei der Konzeption des Buches. Denn «Da’at Hadorot» soll nicht nur Wissen über Judentum vermitteln, sondern den Schülern ermöglichen, sich in den Inhalten wiederzufinden, egal welchen Hintergrund sie haben. Der Zentralrat der Juden in Deutschland gibt die Reihe heraus. Insgesamt sind acht Schülerarbeitsbücher für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 geplant. Den Auftakt bildet der Band Tora, der für Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse konzipiert ist und im nun beginnenden Schuljahr erstmalig eingesetzt werden kann.Damit schließt das Arbeitsbuch eine Lücke: «Bisher konnten wir vor allem übersetzte Arbeitsblätter für die Grundschule und ein Ethikbuch für die Oberstufe anbieten», sagt Shila Erlbaum, Abteilungsleiterin Politik und Religion beim Zentralrat und eine der Projektleiterinnen. Es fehlte ein systematisch aufgebautes Lehrwerk, das zudem nicht nur Lesestoff bietet, sondern zur Mitarbeit animiert: In «Da’at Hadorot» kann man Bilderrätsel lösen, in einem Würfelspiel Mosches Lebensstationen erkunden oder über einen QR-Code den religiösen Wortschatz auf dem Handy testen.

Auch die Lehrkräfte für Jüdische Religion in Deutschland bringen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit, weiß Mascha Schmerling, ebenfalls Projektleiterin und Bildungsreferentin beim Zentralrat. Einige Religionslehrer hätten Lehramt oder jüdische Religionspädagogik studiert, andere verfügen nicht über eine klassische pädagogische Ausbildung. Der Unterricht findet sowohl an jüdischen Schulen als auch in Gemeinden statt. Entsprechend........

© Juedische Allgemeine