Die Israel-Allergie der ARD: Douze Points für Israel und dann Schweigen
17. Mai 2026 – 1. Siwan 5786
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Die Israel-Allergie der ARD: Douze Points für Israel und dann Schweigen
Die ARD-Aftershow zum Eurovision Song Contest offenbarte mehr als nur eine redaktionelle Panne. Sie zeigte ein tiefgreifendes Problem
Es gibt Momente, in denen Fernsehen sich selbst entlarvt. Nicht durch einen Skandal oder einen falschen Satz, sondern durch das, was nicht gesagt wird.
Beim ESC gab das deutsche Publikum Israel zwölf Punkte. Die Höchstwertung. Ausgerechnet Deutschland, ausgerechnet in einem Jahr, in dem Israels Teilnahme von Boykottaufrufen und moralischer Daueranklage begleitet war. Das war keine Nebensache. Ein israelischer Künstler erreichte den zweiten Platz im Publikumsvoting und widersprach damit still, aber deutlich, einer Erzählung, die seit Monaten den öffentlichen Raum prägt: Israel sei isoliert, unerwünscht, kulturell verdrängt.
Die Zuschauer sahen das offenbar anders. Man musste kein Nahostexperte sein, um zu erkennen: Das war eine Nachricht.Umso bemerkenswerter war die ARD-Aftershow. Dort wurde über vieles gesprochen: Auftritte, Stimmungen, Oberflächen. Nur der vielleicht interessanteste gesellschaftliche Moment des Abends blieb auffallend klein. Für mich als Juden war das kaum anzusehen. Nicht, weil ich eine Israel-Feier erwartet hätte, sondern weil dieses Ausweichen so sichtbar war, dass es selbst zur Aussage wurde.
War es Vorsicht? Redaktionelle Linie? Wurde Barbara Schöneberger angewiesen, das Thema klein zu halten? Diese Frage muss erlaubt sein. Es ist eine journalistische Frage........
