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Jugendlicher plante Blutbad

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18.06.2026

18. Juni 2026 – 3. Tamus 5786

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Jugendlicher plante Blutbad

Der Prozess gegen einen Schüler, der einen Juden in Zürich töten wollte, beginnt am 1. Juli. Die Anklageschrift zeichnet das Bild eines sich früh radikalisierenden Jugendlichen

Als am 2. März 2024 ein 15-jähriger schweizerisch-tunesischer Doppelbürger in Zürich einen antisemitisch motivierten Messerangriff verübt hatte, überlebte das Opfer, ein religiöser jüdischer Mann, die Attacke nur knapp. Der 50-jährige Familienvater, der vor einem Hauseingang stand, erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und musste über längere Zeit hospitalisiert werden. Gemäß den Behörden leidet dieser bis heute unter den körperlichen und psychischen Folgen des Angriffs.

Die nun veröffentlichte Anklageschrift gegen den minderjährigen Täter zeichnet nach, wie der Jugendliche geplant hatte, ein Blutbad im Zürcher Selnau-Quartier anzurichten – alles vor laufender Kamera. Darin steht auch, dass sich der Jugendliche seit dem Sommer 2023 immer stärker in islamistischen Online-Kreisen bewegte. Der Beschuldigte, der 2008 in Bülach geboren wurde und mit fünf Jahren mit seiner Mutter und Geschwistern in ein tunesisches Dorf zog, kam als 12-Jähriger zurück in die Schweiz. Dort lebte er mit seiner Familie am Stadtrand von Zürich.

Als Teenager verbrachte er täglich viele Stunden auf einschlägigen Plattformen, konsumierte IS-Propaganda und tauschte sich mit Gleichgesinnten aus. Dabei stießen die Ermittler auf zahlreiche gewaltverherrlichende Inhalte, darunter Aufnahmen von Hinrichtungen, Kriegsszenen und Enthauptungen. Ein Teil dieser Inhalte soll vom Beschuldigten selbst weiterverbreitet worden sein.

Steak-Messer am Vortag gekauft

Nach Angaben der........

© Juedische Allgemeine