Eine Sukka voller Fragen
25. September 2026 – 14. Tischri 5787
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
Eine Sukka voller Fragen
Die Israelitische Cultusgemeinde Zürich hat ihre nichtjüdischen Nachbarinnen und Nachbarn in die Laubhütte eingeladen. Zu selbstgemachtem Hummus darf alles gefragt werden. Ein Besuch
Es ist Dienstag kurz nach Feierabend. In Zürich-Enge pulsiert der Pendlerstrom. Wer zum Zug oder zur Tram eilt, geht seinen gewohnten Weg. Jom Kippur ist noch keine 24 Stunden vorbei und sitzt dem einen oder der anderen vielleicht noch in den Knochen. Aber im Judentum ist bekanntlich nach dem Feiertag vor dem Feiertag. Sukkot wartet. Auf der Straße ist von alldem kaum etwas zu merken. Die Hohen Jüdischen Feiertage hängen hier nicht in der Luft wie Weihnachten. Wir sind nicht in New York oder in Israel.
Nur an Sukkot ist es doch ein wenig anders. Wer mit aufmerksamem Blick durch die Stadt geht, dem fallen die kleinen und großen Laubhütten in Wiedikon, Wollishofen oder in der Enge auf. Das sind die Viertel Zürichs, die einen höheren jüdischen Bevölkerungsanteil haben, um nicht zu sagen, es sind die jüdischen Quartiere der Limmatstadt. Die Sukkot (Hebräisch für Laubhütten) stehen auf kleinen Balkonen, über die kein Dach ragt, sie stehen im Garten oder in unscheinbaren Hinterhöfen.
Warmes Licht und Girlanden
Unweit vom Bahnhof Enge, wo die Israelitische Cultusgemeinde Zürich (ICZ) - nicht nur die größte jüdische Gemeinde Zürichs, sondern auch die größte jüdische Gemeinde der Schweiz - ihr Gemeindezentrum hat, gibt es einen großen Parkplatz. Einmal an den Autos vorbeigegangen, steht man plötzlich vor einer Laubhütte. Groß wirkt sie in der Dämmerung und einladend. Das liegt wohl am warmen Licht und dem leichten Knoblauchgeruch, den Girlanden und den Kinderzeichnungen, die an den Holzwänden hängen. Vielleicht liegt es aber auch einfach an der einladenden Geste.
Noch ist zwar nicht Sukkot, aber die ICZ hat ihre nichtjüdischen Nachbarinnen und Nachbarn in die Laubhütte eingeladen. Als gemütliches Beisammensein wurde der Abend ausgeschrieben. Etwas mehr als ein Dutzend Leute sind gekommen, und in den kommenden zwei Stunden tauchen sie für einen Moment ein in die jüdische Welt, die unmittelbar vor ihrer Haustür liegt und manchem bisher vielleicht etwas fern schien.
Welche Bedeutung die Vier Arten an Sukkot haben und warum sie den Menschen erfreuen
»… und du sollst nur fröhlich sein«
Warum die Tora gerade das Laubhüttenfest zu einer Zeit unserer........
