menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

„Die Toleranz gegenüber kontroversen Filmen ist seit dem 7. Oktober gesunken“

22 0
18.03.2026

18. März 2026 – 29. Adar 5786

AboAngebote PrintAbo-Service

AboAngebote PrintAbo-Service

EILMELDUNG! Israel tötet Geheimdienst-Chef des iranischen Regimes

»Die Toleranz gegenüber kontroversen Filmen ist seit dem 7. Oktober gesunken«

»Die Toleranz gegenüber kontroversen Filmen ist seit dem 7. Oktober gesunken«

Die 11. Ausgabe des jüdischen Filmfestival Yesh! will das Judentum in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit zeigen

Herr Rappaport, Sie schreiben im Programm, dass Sie »nicht provozieren, sondern diskutieren« wollen. Gleichzeitig zeigen Sie Filme wie »Holding Liat« oder »The Bibi Files«, die innerhalb der jüdischen Gemeinschaft stark umstritten sind. Wo verläuft für Sie die Grenze zwischen notwendiger Kritik und politischer Provokation?Dass von 31 programmierten Filmen der eine oder andere aneckt, ist klar. Wir zeigen das Judentum in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit, wollen aber nicht provozieren. Wir wollen einordnen, vertiefen, verstehen – und jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar machen: vielschichtig, streitbar, lebendig.

Warum halten Sie es trotzdem für richtig, genau jetzt solche Filme zu zeigen?Wir wollen der weltweit grassierenden Polarisierung entgegenwirken und sind überzeugt: Nicht Propaganda hilft durch komplexe Zeiten, sondern kritisches Denken, Toleranz und Offenheit für unterschiedliche Sichtweisen. In den Kinos Houdini und Riffraff hat es eine schöne Bar. Dort können Uneinige wunderbar über »Holding Liat«, »The Bibi Files« oder auch »October 8« diskutieren.

Sie fragen im Programmheft: »Wie israel-kritisch oder pro-palästinensisch darf ein Yesh!- Film sein?«. Wie antworten Sie selbst darauf?Wir visionieren weit über hundert Filme, etwa ein Drittel davon programmieren wir. Auf der Strecke bleiben nebst den schlicht schlechten Filmen auch die provokant einseitigen. So versuchen wir, einen spannenden Mix zu mischen, den unser Publikum zum Nachdenken und Diskutieren anregt.

Nicht Propaganda hilft durch........

© Juedische Allgemeine