Streit um die Landesansprechperson für Antisemitismus
15. Juni 2026 – 30. Siwan 5786
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Streit um die Landesansprechperson für Antisemitismus
Recherchen des »Tagesspiegel« zufolge geht es bei der Suche nach einem Antisemitismusbeauftragten für die Berliner Hochschulen längst nicht mehr nur um die Belange der jüdischen Studierenden, sondern auch um Politik
15.06.2026 15:26 Uhr
Eigentlich müsste die Suche nach einem Beauftragten für die Antisemitismusbekämpfung an Berliner Hochschulen, offiziell »Landesansprechperson« genannt, schon längst über die Bühne sein. 63 Personen hatten sich für den 2025 geschaffenen Posten beworben. Acht von ihnen kamen in die engere Auswahl; vier in die letzte Runde.
Zum 1. Januar sollte die neu geschaffene Stelle besetzt werden. Doch daraus wurde nichts. Das Verfahren zog sich in die Länge und ist noch immer nicht abgeschlossen. Zwar hat die Senatsverwaltung für Wissenschaft ihren Wunschkandidaten gefunden. Mehmet Can, Oberstudienrat an der Rütli-Gemeinschaftsschule im Bezirk Neukölln und seit vielen Jahren engagiert in der politischen Bildungsarbeit, hat einem Bericht des »Tagesspiegel« zufolge die Nase vorn.
Doch noch müsse überprüft, werden, ob der Lehrer für den Verwaltungsdienst überhaupt geeignet sei. Zwar ist Can Landesbeamter und verfügt nachgewiesenermaßen über Erfahrung in der Antisemitismusprävention. Doch eine Laufbahn im Verwaltungsdienst ist laut Stellenbeschreibung Voraussetzung für den Job.
Hinzu kommt: Wegen des undurchsichtigen Auswahlverfahrens gibt es Kritik seitens der Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD). Wie der »Tagesspiegel« berichtet und der »Jüdischen Allgemeinen« von einer Person bestätigt wurde, die sich für die Stelle beworben hatte, ist das eigentliche Anliegen, das mit der Schaffung der Stelle verbunden war – der........
