Drinnen redet ein Palästinenser, draußen wird er mit „Free Palestine“-Rufen niedergebrüllt
17. September 2026 – 6. Tischri 5787
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Drinnen redet ein Palästinenser, draußen wird er mit »Free Palestine«-Rufen niedergebrüllt
In der bayerischen Landeshauptstadt fand eine Medienkonferenz mit prominenten Teilnehmern statt, gegen die es im Vorfeld Boykottaufrufe gab. Redner beklagten die zunehmende Polarisierung
Es waren nur ein paar Dutzend Demonstranten zum Münchner Marienplatz gekommen. Doch im Alten Rathaus waren sie am Montagabend nicht zu überhören. In dem Gebäude, von dem aus im 1938 von den NSDAP-Führern der Startschuss für die November-Pogrome gegeben wurde, hatten sich mehr als 150 Menschen zum vierten »Media TLV Summit« eingefunden, um über Themen wie den Nahostkonflikt und den wachsenden Antisemitismus in Europa zu diskutieren.
Organisiert hatten die Zusammenkunft die BR-Journalistin Susanne Glass und die deutsch-israelische Unternehmerin und Aktivistin Jenny Havemann, die zuletzt ihr gemeinsames Buch »Unser Israel gibt es nicht mehr: Zwei Standpunkte« herausgebracht hatten. Es gehe um »Empathie für die Menschen«, betonte Glass gleich zu Beginn. Sie bedauerte ausdrücklich die Aufrufe von verschiedenen Seiten im Vorfeld, die die arabischen Teilnehmer aufgefordert hätten, dem Treffen fernzubleiben.
Es war bereits die vierte Ausgabe Media Summit. Nicht nur Journalisten aus Deutschland und Israel nahmen wieder teil, sondern auch zahlreiche Influencer, Kulturschaffende und Vertreter öffentlicher Einrichtungen, darunter die Leiterin der Gedenkstätte Mauthausen, Barbara Glück, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck. Die Jüdische Allgemeine war neben dem Bayerischen Rundfunk Medienpartnerin der Konferenz.
Kleiner werdende Gesprächsräume
Während bei der Protestkundgebung einer der Redner die Landeshauptstadt München dafür schalt, dass sie »einmal mehr den roten Teppich für eine zionistische........
