„Es ist ein Bruch eingetreten.“
31. Mai 2026 – 15. Siwan 5786
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»Es ist ein Bruch eingetreten.«
Rabbiner Andreas Nachama betonte, dass Jüdinnen und Juden immer weiter in eine »Defensivposition« gebracht würden. Eine Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lotete aus, wie es anders gehen könnte
In der Debatte über den Nahostkonflikt haben sich Fachleute gegen eine Ausgrenzung von Meinungen gewandt und für ein respektvolles Miteinander geworben. »Die Wege sind so steinig und so schwierig, weil wir in einer Zeit der Cancel-Kultur leben«, sagte der Berliner Rabbiner Andreas Nachama in Bonn. Oft lehne man es ab, die Meinung anderer Menschen überhaupt anzuhören. »Wir sollten versuchen, wo es möglich ist, Dialoge aufrechtzuerhalten.«
Der Rabbiner sprach auf einer Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Freitag und Samstag in Bonn. Nachama ist jüdischer Präsident der Organisation. Themen der Tagung waren unter anderem Israel und die Nahost-Region, Antisemitismus sowie gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland.
Wunsch nach »Gegenallianzen«
Johannes Becke, Professor für Israel- und Nahoststudien an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, forderte neue Bündnisse. »Ich glaube, da ist noch viel Raum nach oben.« Sie seien nötig, um »Gegenallianzen« zu bilden, wenn sich andere Gruppen gegen Israel oder Jüdinnen und Juden verbündeten.
Aus seiner Sicht sind nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023........
