Die Revolutionsgarde muss jetzt verboten werden!
11. März 2026 – 22. Adar 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Die Revolutionsgarde muss jetzt verboten werden!
Die Revolutionsgarde muss jetzt verboten werden!
Trotz Listung auf der EU-Terrorliste kann der verlängerte Arm des iranischen Regimes in Deutschland weiter seine Propaganda verbreiten. Um das zu unterbinden, muss die Bundesregierung endlich ein Betätigungsverbot verhängen
11.03.2026 13:32 Uhr
Ihr höchstes Ziel ist die Zerstörung Israels und der USA. Sie greifen weltweit Synagogen und jüdische Einrichtungen an, verüben Anschläge, Auftragsmorde, entführen Menschen, unterstützen und finanzieren den Terror ihrer Proxys Hamas, Palästinensischer Islamischer Dschihad, Hisbollah, Huthi sowie irakischer und sudanesischer Milizen. Gleichzeitig betreiben sie im eigenen Land Foltergefängnisse und schlagen jedes Aufbegehren der Bevölkerung blutig nieder, wie gerade erst im Dezember und Januar, als Zehntausende Iraner auf den Straßen des Landes ermordet, verletzt und verstümmelt wurden. Wie schon 2009, 2017 und 2018, 2022 und 2023 … Die Rede ist von der Revolutionsgarde (IRGC), die nicht Teil der staatlichen Armee ist und die allein dem »Revolutionsführer« gehorcht. Ihre Mission ist der Dschihad, die Unterwerfung der Welt – und für sie gilt in Deutschland kein Betätigungsverbot.
Bei der Hamas hat es 20 Jahre zwischen Terrorlistung und Verbot in Deutschland gedauert.
Bei der Hamas hat es 20 Jahre zwischen Terrorlistung und Verbot in Deutschland gedauert.
Nach unfassbaren Jahrzehnten des Appeasements gegenüber einer Organisation, die Tod und Leid bringt, hat die Europäische Union erst im Januar 2026 die IRGC offiziell als Terrororganisation eingestuft. Damit ist deren Finanzierung und internationale Koordination illegal. Allerdings hält in Deutschland derzeit kein Gesetz irgendjemanden davon ab, sich im Namen der IRGC zu organisieren, Spenden einzutreiben, Propaganda zu verbreiten oder ihre Flaggen und Symbole offen zu zeigen. Deshalb waren in diesem Land, wo Tausende Exil-Iraner Zuflucht gefunden haben, »Trauerfeiern für die Henker« möglich, wie der Grünenpolitiker Omid Nouripour es nannte, der im Bundestag gerade inständig um ein »Betätigungsverbot« bat.
Der Iran, der Krieg und das Völkerrecht
Das Völkerrecht soll Menschen schützen. Wenn es zum Selbstzweck erhoben und höher gewichtet wird, als die Schicksale der Entrechteten, verliert es seinen Sinn
Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf
In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, »ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen«, kündigte der israelische Regierungschef an
Die Terrorlistung reicht nicht aus. Ohne ein grundsätzliches nationales Verbot wird die Revolutionsgarde weiter agieren und damit der Krieg des Mullah-Regimes gegen den Westen, gegen Israel und Juden in aller Welt auch hier weitergehen. Oder soll es so lange dauern wie bei der Hamas, Herr Innenminister Dobrindt? Da waren es von der Terrorlistung bis zum Betätigungsverbot 20 Jahre!
benchamo@juedische-allgemeine.de
Der Iran-Krieg könnte das Ende der amerikanisch-israelischen Allianz bedeuten
Noch folgt im Kampf gegen das Mullah-Regime eine gute Nachricht auf die andere. Doch sobald der Krieg in die schwierige Phase übergeht, werden auch die Beziehungen zwischen Jerusalem und Washington auf die Probe gestellt werden
von Hannes Stein 09.03.2026
Knaulkorb für den Zentralrat
In einem »taz«-Kommentar von Susanne Knaul wird der Zentralrat der Juden und sein Präsident Josef Schuster aufgefordert, beim Thema Iran »einfach mal die Klappe« zu halten
von Michael Thaidigsmann 06.03.2026 Aktualisiert
Der Iran, der Krieg und das Völkerrecht
Das Völkerrecht soll Menschen schützen. Wenn es zum Selbstzweck erhoben und höher gewichtet wird, als die Schicksale der Entrechteten, verliert es seinen Sinn
von Tobias Kühn 04.03.2026
Wie die Kirche beim Thema Iran die Orientierung verliert
Ein Kommentar von Daniel Neumann
von Daniel Neumann 02.03.2026
Geduld ist das Gebot der Stunde
Das iranische Regime hat in der Vergangenheit einen zermürbend langen Atem bewiesen. Auch nach der Tötung seines obersten Führers ist daher Demut und Weitsicht gefragt.
von Nathan Peres 02.03.2026
Die Kotel ist für alle da
Die Klagemauer könnte in Zukunft einzig vom orthodoxen Rabbinat verwaltet werden. Was als Schutz der Heiligkeit verkauft wird, wäre ein Angriff auf religiöse Vielfalt
von Sophie Goldblum 27.02.2026
Was Layout verraten kann
Holger Friedrich hat die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung auf den Markt gebracht. Bei der Gestaltung drängen sich merkwürdige Bilder auf. Welche Zielgruppe will er wohl erreichen?
von Marco Limberg 25.02.2026
Xavier Naidoo hat allen etwas vorgemacht
Der Popstar hat gerade erst sein Comeback gegeben, da verbreitet er wieder antisemitisch konnotierte Verschwörungsmythen. Spätestens jetzt ist seine angebliche Läuterung ganz und gar unglaubwürdig geworden
von Ralf Fischer 23.02.2026
Eure Masche zieht nicht mehr!
Mittlerweile hat es sich selbst im Kulturbetrieb herumgesprochen, dass die Bigotterie der sogenannten pro-palästinensischen Aktivisten allzu durchschaubar ist, wenn Menschenrechte gepredigt und im gleichen Atemzug »Genozid« und »Boykott« geschrien wird
von Sophie Albers Ben Chamo 22.02.2026
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre
