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Warum ich mich für meine Teilnahme am „Dschungelcamp“ niemals schämen würde

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06.02.2026

Die RTL-Erfolgssendung »Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!«, im Volksmund schlicht »Dschungelcamp« genannt, ist derzeit wieder in aller Munde. Nichts Ungewöhnliches: Seit ihrer Erstausstrahlung in den frühen 2000er-Jahren spaltet dieses Unterhaltungsformat regelmäßig die Gesellschaft und erhitzt die Gemüter.

Gerne wird die Sendung darauf reduziert, dass sich dort lediglich sogenannte B-Promis mit einem Haufen Schulden einen – meist hochbezahlten – Aufenthalt im Regenwald nahe Brisbane antun. Schließlich bestehen die Prüfungen häufig darin, sich von tausenden Insekten überschütten zu lassen oder sich durch tierische Eingeweide zu wühlen, um anschließend stinkend, geteert und gefedert – hoffentlich mit errungenen Sternen – ins Camp zurückzukehren. Ohne diese Sterne allerdings bleiben die täglichen Mahlzeiten auf Reis und Bohnen beschränkt, stundenlang eingeweicht und gekocht, ganz ohne Gewürze. Wenn es wenigstens Kichererbsen wären!

Im Dschungelcamp fernab von Sicherheit, Besitz und Kontrolle wird man demütig. Reduziert. Wach.

Ich bin von Sendung eins an ein großer Fan dieser Show. Ich liebe den Humor der Moderatoren und war durchaus angetan, als man........

© Juedische Allgemeine