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Vier Opfer eines iranischen Angriffs als Mitglieder einer Familie identifiziert

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07. April 2026 – 20. Nissan 5786

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Vier Opfer eines iranischen Angriffs als Mitglieder einer Familie identifiziert

Die Eheleute Wladimir Gershovitz und Lena Ostrovsky Gershovitz, deren Sohn Dimitri sowie dessen Frau Lucille-Jane sind am Sonntag bei einem Raketeneinschlag in Haifa getötet worden. Die Anteilnahme im Land ist groß

 07.04.2026 13:15 Uhr

Die vier Opfer eines iranischen Raketenangriffs auf ein Wohnhaus in der israelischen Stadt Haifa am Sonntag sind identifiziert worden. Bei den Toten handelt es sich um Mitglieder derselben Familie: Das Ehepaar Wladimir Gershovitz (73) und Lena Ostrovsky Gershovitz (68), ihr Sohn Dimitri Gershovitz (42) sowie dessen Ehefrau Lucille-Jane Gershovitz (29).

In Israel ist die Anteilnahme an dem Schicksal der Familie groß. Insbesondere zum Tod von Lena Ostrovsky Gershovitz, die eine bekannte israelische Theatermacherin und Lehrerin am »Nissan Nativ Acting Studio« in Jerusalem war, meldeten sich zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen zu Wort.

Lebenswerk von Ostrovsky Gershovitz gewürdigt

Die »Times of Israel« zitiert aus der Stellungnahme des israelische Schauspieler-Verbands, der das Lebenswerk von Ostrovsky Gershovitz würdigte und betonte, sie habe mit großer Hingabe, Professionalität und vor allem einer »tiefen Liebe zur Arbeit und zu ihren Schülern« Generationen von Schauspielern geprägt.

Auch Kulturminister Miki Zohar drückte auf der Plattform X sein Beileid aus. Er verwies dabei auf den enormen Einfluss, den Ostrovsky Gershovitz auf die »Generationen von Schauspielern, die ihr Studio durchliefen«, hatte. Angesichts der tragischen Umstände fügte er hinzu: »Jeder der ermordeten Zivilisten ist eine Welt für sich. Ich sende den Familien der Ermordeten und ihren Angehörigen mein Beileid.«

Die Schauspielerin und Regisseurin Keren Tsur unterstrich laut der »Times of Israel« die Bedeutung der Verstorbenen und bezeichnete sie als eine »mythologische Lehrerin«. In der gesamten Branche sei sie eine feste Größe gewesen. Es gebe »nicht viele Schauspieler im Land, die sie nicht kannten«.

Dima und Lucille-Jane Gershovitz hatten im April 2024 geheiratet

Einem Bericht von »Ynet« zufolge waren Dimitri und Lucille-Jane erst am Sonntag aus Herzlija nach Haifa gereist, um Dimitris Vater Wladimir nach einem längeren Krankenhausaufenthalt nach Hause zu begleiten – nur wenige Stunden bevor eine Rakete ihr Heim traf.

»Sie träumten von einer Familie und Kindern – Träume, die nun nicht mehr wahr werden.« ein familienfreund laut »ynet«

»Sie träumten von einer Familie und Kindern – Träume, die nun nicht mehr wahr werden.«

Ein Freund der Familie schilderte die tragischen Umstände so: »Dima gelang es noch, Wladimir aus dem Krankenhaus zurückzubringen, doch leider traf die Rakete das Haus und tötete alle vier. Sämtliche Stockwerke stürzten auf die erste Etage herab, in der sie lebten.«

Dima hatte Lucille-Jane erst im April 2024 geheiratet, wie »Israel Hayom« berichtet. Die gebürtige Philippinerin war nach Israel gezogen, nachdem sie Dima in ihrer Heimat kennengelernt hatte. Ein enger Bekannter erzählte gegenüber »Ynet«, dass Lucille-Jane anfangs besorgt über den Umzug nach Israel gewesen sei, sich aber letztlich dazu entschloss, »ihrer Liebe zu folgen«. Das Paar hatte große Pläne für die Zukunft: »Sie träumten von einer Familie und Kindern – Träume, die nun nicht mehr wahr werden«, so der Freund weiter.

Präsident Herzog spricht sein Beileid aus

Auch die politische Führung des Landes reagierte mit tiefer Betroffenheit. Präsident Isaac Herzog sprach der Familie Gershovitz auf X sein tiefstes Beileid aus und bezeichnete sie als »eine wundervolle Familie, die gestern Abend in Haifa durch eine kriminelle iranische Rakete augenblicklich ausgelöscht wurde.« Er dankte zudem den Rettungskräften und der Stadtverwaltung für ihren »hingebungsvollen und professionellen« Einsatz vor Ort.

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Der ehemalige Premierminister Naftali Bennett, der nach eigenen Angaben nur wenige Minuten vom Haus der Familie entfernt aufgewachsen war, teilte seinen Schmerz ebenfalls auf X: »Es ist schwer zu begreifen, wie das gesamte Leben von vier Menschen in einem Moment einfach ausgelöscht wurde. Alles, was war, ist nicht mehr. Der Schmerz ist fast unerträglich.« ja

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