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Bedroht der Huthi-Vormarsch im Jemen den Welthandel?

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20.09.2026

20. September 2026 – 9. Tischri 5787

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Bedroht der Huthi-Vormarsch im Jemen den Welthandel?

Die Huthi-Miliz bringt im Jemen die Einfahrt zum Roten Meer unter ihre Kontrolle. Bisher scheint sich die Lage für die Schifffahrt nicht zuzuspitzen

 20.09.2026 09:34 Uhr

Nach einer Offensive der Huthi-Miliz im Jemen steigt die Befürchtung vor einem weiteren Engpass für den internationalen Seehandel. Die antisemitische Gruppe, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, kontrolliert nun die gesamte Westküste des Landes und damit einen zentralen Schifffahrtsweg für den Welthandel. Schon einmal konnte die Miliz mit Angriffen im Roten Meer internationale Lieferketten stören. Was bedeutet der Vormarsch diesmal? 

Warum ist das Bab al-Mandab so wichtig? 

Das Bab al-Mandab ist eine Meerenge an der Südspitze der Arabischen Halbinsel und bildet den Eingang zum Roten Meer. An der schmalsten Stelle lediglich etwa 30 Kilometer breit liegt sie etwa 2.200 Kilometer südlich des Suezkanals. 

In normalen Zeiten passieren etwa zehn Prozent des weltweiten Seehandels und 30 Prozent des weltweiten Containerverkehrs die auch als »Tor der Tränen« bezeichnete Meerenge. Bereits Ende 2023 kam der Seeverkehr dort durch Drohungen und Beschuss der Huthi-Miliz massiv unter Druck. 

Lieferketten wurden damals zwar gestört, etwa mussten Automobilhersteller in Europa ihre Produktion teilweise drosseln, da sich die Lieferung von Bauteilen verzögerte. Auch verteuerten sich Schiffstransporte kurzfristig massiv. Aber einen nachhaltigen, signifikanten Effekt auf Preise für Konsumenten konnten Studien durch die Störung nicht nachweisen. 

Die Bedeutung der Meerenge ist durch die Krise an der Straße von Hormus jedoch noch gestiegen: Saudi-Arabien versucht etwa, einen Teil seiner Ölexporte nach Asien über das Rote Meer umzuleiten. Eine zusätzliche Sperrung des Bab al-Mandab würde daher zwei wichtige Wege für Handel und Energietransporte gleichzeitig treffen. 

Ist der Welthandel jetzt........

© Juedische Allgemeine