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Gloria Steinem: Ein Leben im Dienst der Gleichberechtigung

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04. September 2026 – 22. Elul 5786

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Gloria Steinem: Ein Leben im Dienst der Gleichberechtigung

Die Journalistin und feministische Aktivistin starb im Alter von 92 Jahren. Mit ihrem Magazin »Ms.« veränderte sie den Blick auf Frauen nachhaltig

 04.09.2026 09:15 Uhr

Sie prägte über Jahrzehnte hinweg den Kampf für die Rechte von Frauen wie kaum eine andere: Die Journalistin und Aktivistin Gloria Steinem ist am Mittwoch im Alter von 92 Jahren gestorben. Die Nachricht wurde in einer Mitteilung auf ihrem Instagram-Account verbreitet. Zur Todesursache wurden keine Angaben gemacht.

In der Erklärung hieß es, Steinem sei »friedlich in ihrem Zuhause in New York City, umgeben von vielen, die sie liebten,« gestorben.

Als Steinem in den 1960er-Jahren begann, sich öffentlich zu positionieren, war die Vorstellung, Frauen könnten selbst über ihr Leben bestimmen, für viele noch fremd. Genau das machte sie zu ihrem Lebensthema: Gleichberechtigung, weibliche Solidarität und das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung standen im Zentrum ihres Wirkens. Ihr Einfluss reichte weit über die USA hinaus und machte ihren Namen zum Synonym für die moderne Frauenbewegung.

Der frühere US-Präsident Barack Obama würdigte sie 2013 bei der Verleihung der Presidential Medal of Freedom mit den Worten, dank ihrer Arbeit würden Frauen »in Amerika und auf der ganzen Welt« mit mehr Respekt behandelt und erhielten die Chancen, die ihnen zustünden. Sie habe zudem verändert, »wie Frauen über sich selbst dachten,« so Obama weiter.

Prägende Jahre in Indien

Geboren wurde Steinem 1934 in Toledo, Ohio. Ihre Mutter war Presbyterianerin deutscher und schottischer Abstammung. Ihr Vater war der Sohn jüdischer Emigranten aus Deutschland und Polen. Schon ihre jüdische Großmutter Pauline Steinem war Frauenrechtlerin.

Nach ihrem Abschluss am Smith College im Fach Politikwissenschaft 1956 verbrachte sie zwei Jahre in Indien, wo sie im Rahmen eines Stipendiums Aktivisten begleitete, die sich gegen Kastengewalt engagierten – eine Erfahrung, die nach eigener Aussage ihr politisches Bewusstsein in den USA nachhaltig formte.

Kurz nach ihrer Rückkehr war sie zudem kurzzeitig für eine von der CIA unterstützte Organisation tätig, die amerikanische Studierende zu sowjetisch geprägten Jugendfestivals entsandte. Diese Episode wurde ihr später von Teilen der feministischen Bewegung........

© Juedische Allgemeine