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Frauen in Israels Politik: Der nächste Rückschritt droht

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31.08.2026

31. August 2026 – 18. Elul 5786

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Frauen in Israels Politik: Der nächste Rückschritt droht

Eine »Ynet«-Recherche zeigt: Von Gleichberechtigung kann bei den meisten Parteien keine Rede sein. Es gibt nur eine echte Ausnahme

 31.08.2026 13:23 Uhr

Dass auch in Israel Frauen etwa die Hälfte der Bevölkerung stellen, spiegelt sich in dessen Parlament keineswegs wider. Vor der nächsten Knesset-Wahl zeichnet sich sogar eine Verschlechterung ab. Nach einer Analyse von »Ynet« könnten Frauen im kommenden Parlament noch weniger vertreten sein als im derzeitigen.

Dabei hatte sich die Entwicklung über Jahrzehnte in die andere Richtung bewegt. In den ersten beiden Legislaturperioden saßen in der Knesset jeweils lediglich zwölf Frauen – rund zehn Prozent der Abgeordneten. Ihren bisherigen Höchststand erreichte der Anteil in der 24. Knesset: Damals gehörten 45 Frauen dem Parlament an, was 30 Prozent entsprach. In der gegenwärtigen, 25. Knesset sind es dagegen nur noch etwa ein Viertel der Abgeordneten.

Besonders auffällig ist der Blick auf die Parteien, die sich derzeit für die kommende Wahl formieren. Nach der gegenwärtigen Lage dürfte keine Frau an der Spitze einer Partei stehen, die realistische Chancen auf den Einzug in die Knesset hat. »Ynet« verweist zudem darauf, dass gerade im Lager der derzeitigen Regierungsparteien vergleichsweise wenige Frauen auf aussichtsreichen Plätzen zu finden sind.

Gleichmäßige Verteilung

Eine Ausnahme zeichnet sich bei den Demokraten unter Jair Golan ab. Dort schreiben die Parteiregeln eine gleichmäßige Verteilung von Frauen und Männern auf der Kandidatenliste vor. Unter den zehn Erstplatzierten befinden sich mehrere Politikerinnen, darunter die amtierenden Abgeordneten Naama Lazimi und Efrat Rayten sowie die ehemaligen Knesset-Mitglieder Michal Rozin und Gaby Lasky. Auch Sumaya Bashir, die den arabischen Sektor vertritt, gehört zu den aussichtsreichen Kandidatinnen. Weiter hinten folgen unter anderem Moran Zer-Katzenstein, eine bekannte Aktivistin der Frauenproteste, und die frühere Abgeordnete Emilie Moatti.

Auch Gadi Eisenkots Partei »Yashar!« will nach Angaben ihres Vorsitzenden zahlreiche Frauen aufstellen. Wie ausgewogen die endgültige Liste sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Zu den Namen, die derzeit für aussichtsreiche Positionen genannt werden, gehören die frühere Ministerin Orit Farkash-Hacohen, die ehemalige Bürgermeisterin von Yeruham, Tal........

© Juedische Allgemeine