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440 Kilo Uran: Zentraler Streitpunkt mit dem Iran

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11. Mai 2026 – 24. Ijar 5786

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440 Kilo Uran: Zentraler Streitpunkt mit dem Iran

Es dürfte tief unter der Erde in zwei Atomanlagen lagern. Der Verbleib des hoch angereicherten Urans bleibt Hauptkonflikt mit Teheran

 11.05.2026 11:33 Uhr

Der Krieg mit dem Iran kann aus Sicht des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu erst beendet werden, wenn hoch angereichertes Uran aus dem Land entfernt worden ist. Netanjahu bekräftigte im Gespräch mit dem US-Sender CBS in der Sendung »60 Minutes«, das angereicherte Material müsse vollständig »aus dem Iran entfernt werden«. 

Teherans Atomprogramm gilt als größter Knackpunkt bei den Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts. Laut Experten soll ausreichend Material in der Islamischen Republik sein, um mehrere Atombomben zu bauen – insbesondere rund 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran wirft Fragen auf.

Was ist über den Verbleib des angereicherten Urans bekannt?Nach Einschätzung von Rafael Grossi, dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), dürfte das meiste Material in unterirdischen Tunnelanlagen des Nuklearstandorts Isfahan lagern, ein weiterer Teil in der Atomanlage in Natans. Seit den israelischen und US-Angriffen auf Irans Atomprogramm hat die IAEA jedoch keinen Zugang mehr zu den betroffenen Einrichtungen und damit auch keine unabhängige Kontrolle über das dort vermutete Material.

Vor den ersten Angriffen auf das Atomprogramm im Juni 2025 hatte der US-Atomexperte David Albright geschätzt, dass der Iran das 60-prozentige Uran binnen weniger Wochen auf waffentaugliche 90 Prozent weiter anreichern könnte. Um daraus eine Atombombe zu bauen, würde es aber mindestens sechs Monate oder auch deutlich länger brauchen, heißt es von Experten.

Wie realistisch ist eine Bergung des Materials?US-Präsident Donald Trump hat in der Vergangenheit angegeben, das Uran physisch bergen zu wollen. Es solle dann in die USA gebracht werden. Aus Teheran kam Widerspruch: Ein Transfer des Materials in die USA sei nie eine Option gewesen.

IAEA-Chef Grossi erklärte........

© Juedische Allgemeine