UNRWA: Fakten statt Tabus
12. August 2026 – 29. Aw 5786
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UNRWA: Fakten statt Tabus
UNRWA: Fakten statt Tabus
Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt
Oft wird behauptet, Kritik an Israel werde unterdrückt, obwohl wir in den Medien durchaus viel davon sehen – manchmal aus gutem Grund. Was die UNRWA betrifft, gilt jedoch das Gegenteil: Kritik fehlt fast gänzlich. Eine internationale Organisation mit einem Jahresbudget in der Größenordnung eines kleinen Landes, die seit fast acht Jahrzehnten als »vorübergehende« Einrichtung fungiert und das palästinensische Flüchtlingsproblem über Generationen hinweg aufrechterhält – und doch stößt jeder Versuch, sie genauer unter die Lupe zu nehmen, auf Ablehnung, Ausweichen oder regelrechtes Schweigen. In weiten Teilen der Medienwelt ist Kritik an Israel an der Tagesordnung; Kritik an der UNRWA wird hingegen als Sakrileg behandelt.
Diese Dynamik ist keine theoretische Angelegenheit. Seit der Veröffentlichung meines Dokumentarfilms »Unraveling UNRWA« bin ich immer wieder auf dasselbe Muster gestoßen: Anstatt sich mit Fakten auseinanderzusetzen, beschäftigen sich manche Journalisten mit Narrativen. Anstatt auf der Grundlage eingehender Recherchen kritische Fragen an die Organisation zu stellen, unterstellen sie mir bestimmte Motive. Anstatt auf die im Film präsentierten Zeugenaussagen einzugehen, versuchen sie, den Film – und mich als Filmemacher – zu delegitimieren. Glücklicherweise kann ich auf ein Werk zurückblicken, das drei Jahrzehnte international gefeierter Filme umfasst. Was ich derzeit erlebe, ist keine Filmkritik; es ist ein Mittel, um Kritik zum Schweigen zu bringen.
Flüchtlingsstatus vererbt
Nehmen wir eine grundlegende Tatsache: Das Modell der UNRWA, bei dem der Flüchtlingsstatus vererbt wird, ist im internationalen System einzigartig. Im Gegensatz zum UNHCR – der UN-Flüchtlingsagentur, die für fast 30 Millionen Flüchtlinge weltweit zuständig ist und deren Flüchtlingsstatus befristet ist und durch Rückführung, Integration oder Neuansiedlung endet – gewährt die UNRWA den Flüchtlingsstatus auf unbestimmte Zeit und gibt ihn von einer Generation an die nächste weiter. Die Folgen sind gravierend: Aus den rund 700.000 palästinensischen Flüchtlingen von 1948 sind........
