Warum die FPÖ auf ein Gütesiegel aus Israel hofft - Österreichs Rechte knüpfen Verbindungen zum Likud
16. Oktober 2026 – 5. Cheschwan 5787
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Warum die FPÖ auf ein Gütesiegel aus Israel hofft - Österreichs Rechte knüpfen Verbindungen zum Likud
Noch stehen in Österreich keine Wahlen an. Dennoch will die rechte FPÖ ihr aktuelles Umfrage-Hoch mit einer Strategie untermauern, die verwundert: Die einstige Altnazi-Partei sucht Unterstützung aus Israel
Angesichts der Führungskrise bei den österreichischen Sozialdemokraten kamen in den vergangenen Tagen Gerüchte um vorgezogene Neuwahlen auf. Sieger wäre dabei wohl die Freiheitliche Partei (FPÖ). Deren Anführer Herbert Kickl wähnt sich schon als nächster »Volkskanzler«. Zuletzt versuchen die Rechten immer deutlicher, ein besonderes Gütesiegel für mögliche Wahlen zu gewinnen: den politischen Segen aus Israel.
Was erstaunlich ist, wirft man einen Blick auf die Geschichte der Populisten. »Die FPÖ war historisch betrachtet ein Sammelbecken ehemaliger Nazis«, erklärt Florian Wenninger, Leiter des Instituts für Historische Sozialforschung (IHSF) in Wien. »Ihr erster Obmann war Anton Reinthaller, ein vormaliger SS-Brigadeführer. Ihr zweiter Obmann, Friedrich Peter, war Offizier einer SS-Mordbrigade, die hinter der Ostfront Juden und Kriegsgefangene massakrierte.«
Im rechtsextremen Milieu verankert
Solange man auf die Stimmen der Altnazis hoffen durfte, habe die Partei revisionistisch und teils antisemitisch agiert, sagt der Historiker. Zwar änderte sich dies mit dem Aussterben der Wählergruppe gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts. Doch ideologisch bleibt die FPÖ fest im rechten bis rechtsextremen Milieu verankert. Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) kritisierte, »dass sich die FPÖ unter Kickl bewusst nicht mehr von Rechtsextremen distanziert«.
Auch international pflegt die FPÖ einschlägige Allianzen - sichtbar beispielsweise........
