Der Ring, der nie gelungen: Arte-Doku über Richard Wagner und sein monumentales Werk
13. August 2026 – 30. Aw 5786
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Der Ring, der nie gelungen: Arte-Doku über Richard Wagner und sein monumentales Werk
Eine Arte-Dokumentation erzählt die Geschichte von Richard Wagners Gesamtkunstwerk und seiner Vereinnahmung durch die Nazis. Bei einigen zentralen Aspekten bleibt der Film aber oberflächlich
»Wenn ich Wagner höre, habe ich das dringende Bedürfnis, in Polen einzumarschieren.« Dieser makabre Spruch von Woody Allen verdeutlicht die Ambivalenz jener Musik, die von Hitler verehrt wurde, in der die Nazi-Ideologie aber keineswegs aufgeht. Die Arte-Dokumentation »Die Macht des Rings« am Samstag ab 22.35 Uhr verbeugt sich vor Richard Wagners Ring des Nibelungen.
Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums seiner ersten kompletten Aufführung, die zwischen dem 13. und dem 17. August 1876 in Bayreuth stattfand, rekapituliert Andy Sommer, bekannt durch preisgekrönte Dokumentationen zu Musikthemen, zusammen mit dem Schriftsteller Boris Schumatsky die Rezeptionsgeschichte eines schillernden Gesamtkunstwerks.
Brünhilde als Erzählerin
Doch wie stellt man 15 Stunden Musik nebst der Biografie des Komponisten, der Entstehungsgeschichte des Werks sowie seine komplexe Rezeptionsgeschichte in knapp einer Stunde dar? Die Autoren greifen zu einem Trick. Sie lassen die Schauspielerin Marina Frenk in die Rolle der Brünhilde schlüpfen, der Schlüsselfigur des Rings: »Ich kenne diese Geschichte von innen und begleite Sie durch diesen Film«.
Und so erklärt Brünhilde, dass jener Mann, aus dessen Feder ihre Figur entstammt, 1849 bei den Dresdner Maiaufständen als Sozialrevolutionär in Erscheinung trat. Wegen Hochverrats steckbrieflich gesucht, floh er nach Zürich, wo er jenes monumentale Epos um Götter, Menschen, Gier und Gold verfasste, bei dem er antikes Drama, nordische Sagen und Shakespeare miteinander verflicht. Noch keine einzige Note des Rings hatte er damals komponiert.
Hier offenbart sich eine Schwachstelle der Dokumentation: Auf Wagners Relevanz als Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert geht der Film........
