25 Jahre Jüdisches Museum Berlin: Risse in der Geschichte
13. August 2026 – 30. Aw 5786
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25 Jahre Jüdisches Museum Berlin: Risse in der Geschichte
2001 öffnete das Jüdische Museum seine Türen für die Öffentlichkeit. Der Bau des bekannten Architekten Daniel Libeskind stand da schon. Und spricht bis heute eine eigene Sprache
Das Museum war schon ein Publikumsmagnet vor seiner Eröffnung. Noch bevor im September 2001 die erste Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin eröffnet wurde, war der Bau des Architekten Daniel Libeskind zum Ereignis geworden. Knapp 350.000 Menschen besichtigten den zunächst noch leeren, silbern glänzenden Zickzackbau mit schrägen Wänden, unterirdischen Achsen und irritierenden Leerräumen.
Die Geschichte des Jüdischen Museums Berlin beginnt jedoch nicht erst mit Libeskind und seinem futuristisch anmutenden Gebäudeentwurf. Bereits 1971 entstand in West-Berlin die Idee, ein Jüdisches Museum einzurichten. Anfangs zeigte die Stadt Berlin jedoch wenig Interesse, ein solches Vorhaben finanziell zu unterstützen.
In den 1990er Jahren änderte sich das. Aber auch damals gab es unterschiedliche Meinungen darüber, wie eigenständig das Museum sein sollte. Braucht es eine eigene Institution oder kann das Jüdische Museum einfach als eine Abteilung innerhalb des stadtgeschichtlichen Museums untergebracht werden?
»Kein gewöhnliches, normales Museum«
Die Debatte war nicht nur administrativ: Es ging um die Frage, wer jüdische Geschichte erzählt, mit welchem Selbstverständnis und mit welcher Gewichtung von Verfolgung, Vernichtung und jüdischem Leben sie gezeigt werden soll.
Mit W. Michael Blumenthal kam ein Direktor, der die Eigenständigkeit des Hauses durchsetzte. »Es war eine viel längere und schwierigere Aufgabe, als ich mir vorgestellt habe«, sagte Blumenthal später über die Entstehung des Hauses.
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