Sieben Tage vermisst
20. August 2026 – 7. Elul 5786
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Das Verschwinden zweier Israelinnen löste eine groß angelegte internationale Suchaktion aus. Die Geschichte aus realer Angst, einer Nachrichtensperre und wilden Gerüchten hat zwei Versionen
»Letztendlich gab es ein gutes Ende, und das ist das Wichtigste«, sagte Walter Alejandro Kogan, Polizeikommissar und Vertreter der israelischen Polizei in Südamerika. Er war es, der die beiden Israelinnen Mali und Liel Yahalomi, die am 7. August in Wien verschwanden, genau eine Woche später in einem Fernbus in Argentinien aufspüren sollte. Sieben Tage lang hat das Verschwinden der 50-jährigen Mutter und ihrer 23-jährigen Tochter aus Modi’in die jüdische Welt in Atem gehalten. Viele befürchteten das Schlimmste. Vor allem die Familie in Israel.Für die religiös-traditionell lebenden Angehörigen begann die Geschichte am Sonntag, den 9. August. Sie schlugen Alarm, als sich die beiden Frauen nach Schabbat-Ende nicht mehr meldeten. Dabei sei in den WhatsApp-Nachrichten noch ein Häkchen zu sehen gewesen. In Angst und größter Sorge wendeten sie sich an Polizei und Medien.
Malis Bruder flog sofort nach Wien
Mali Yahalomis Bruder Ronen flog gleich nach Wien, um die Ermittlungen zu unterstützen. Unter Tränen baten Malis Schwestern die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Suche. In Wien und Umgebung wurden die Fahndungsfotos in den jüdischen Gemeinden schnell weitergereicht. In einem Europa, wo offener Antisemitismus an der Tagesordnung und in der Öffentlichkeit gesprochenes Hebräisch Grund für tätliche Angriffe ist, ist die Angst groß, dass die beiden Opfer von Judenhass geworden sein könnten. Aus guten Gründen kennt die schreckliche Vorstellungskraft kaum Grenzen.Aus der Angst wurde blanke Panik, als Mali und Liel Yahalomi am Dienstag ihren Heimflug nicht antraten. Die Familie startete eine Crowdfunding-Aktion, um die eigene Suche zu finanzieren, nachdem die israelische Polizei neue Details zuerst an die Presse anstatt an sie weitergegeben hatte. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Polizeieinheit Lahav 433 den Fall übernimmt, was bedeutet, dass auch in Israel Ermittlungen laufen. Am Donnerstag wurde für die israelische Berichterstattung eine Nachrichtensperre verhängt. Österreichische Medien berichteten derweil, dass der Mossad in Wien........
