Der Rest der Welt
24. Mai 2026 – 8. Siwan 5786
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Wenn das Leben dir Zitronen schenkt oder Kennst du das Land ...
Kürzlich stand ich neben einem Zitronenbaum, in einem großen Hain voller weiterer Zitronenbäume. Die Früchte hingen riesig und schwer an den Zweigen, einige von ihnen waren schon abgefallen und lagen auf dem Boden, manche waren bereits ein wenig angeschimmelt, wieder andere waren noch grün und sahen aus wie Limetten. Hier und da war der Rest einer Blüte zu erkennen, und irgendwo summte es ganz aufgeregt.
Für mich als Stadtkind war das beobachtende Starren auf diesen Zitronenbaum nicht nur eine willkommene und sehr erholsame Abwechslung, sondern vor allem sehr faszinierend – das, was in so einem Baum passiert, ist fast so spannend wie ein Kinofilm. Okay, ich übertreibe, aber das liegt wohl daran, dass ich sonst nie inmitten von Obstbäumen stehe. In Berlin sind die interessantesten Bäume die Kirschbäume, dann vielleicht noch die Linden und auf jeden Fall der Ahorn. Aber Zitronenbäume? Zitronengesichter, ja, die sieht man ziemlich oft, aber Bäume?
Nun gut, ich befand mich ja gerade mitten in der mediterranen Zen-Meditation während des Zwischen-den-Zitrusfruchtbäumen-Stehens. Und: Ich kann es jedem nur empfehlen. Das gilt auch für andere Bäume wie Orangen-, Pampelmusen- und Granatapfelbäume, die die Nachbarn der Zitronenbäume sind. Der Reflex, sich........
