Der Rest der Welt
25. Februar 2026 – 8. Adar 5786
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Schlafende Kritiker, riechende Stullen, tolle Outfits: Berlinale mit allen Sinnen
Ein paar Tage lang wird sich das Februar-kalte Berlin noch in die roten Berlinale-Banden, Teppiche und Aufhänger einkuscheln, bevor der Glitzer der Filmstars die Stadt wieder verlässt und sie in einen 365 Tage währenden cineastischen Schlaf fallen wird. Ich mag die Berlinale wirklich.
Morgens um zehn im Kino zu sitzen und irgendwann gegen vier Uhr nachmittags wieder nach draußen zu gehen, ist zwar für den Schrittzähler und den gesamten Bewegungsapparat eine einzige Katastrophe, aber die erste Januarwoche, in der alle – ich eingeschlossen – regelmäßig zum Sport gegangen sind, Quinoa-Avocado-Salate gegessen und nur am Wochenende ins Croissant gebissen haben, ist ohnehin vorbei. Dann kann man auch im Kino vor sich hinsumpfen. Ich meine: Es ist sowieso dunkel da drinnen.
Ich sank in den Kinositz wie Mark Renton in »Trainspotting« in seinen Teppich
Neulich, bei einer Pressevorschau, schlief zwei Sitze neben mir sogar jemand ein. Am Film lag es nicht, der war super, aber wer weiß, wie lange der Mann schon unterwegs war? Welchen langen Weg er wegen ausgefallener S-Bahnen oder Bussen er hatte zu Fuß bewältigen müssen. Vielleicht hatte er sich auch im Kino verlaufen?
Egal wie: Er hatte es auch wirklich leicht. Der Kinosaal war........
