Danke, Felix!
28. Juni 2026 – 13. Tamus 5786
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Acht Jahre lang hat Felix Klein die wohl anstrengendste Religionsgemeinschaft dieser Welt ertragen. Nun scheidet er aus dem Amt. Eine etwas andere Würdigung
Nach acht Jahren verlässt Felix Klein sein Amt als Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus. In den vergangenen Wochen wurde er bereits mit Lob und Danksagungen überhäuft – völlig zu Recht. Was dabei allerdings zu kurz gekommen ist: Felix Klein musste nicht nur die Antisemiten ertragen, sondern vor allem auch uns Juden. Und wir haben diesem Mann so einiges zugemutet.
Als Felix Klein 2018 antrat, war das Amt kaum mehr als eine Idee. Heute gibt es ein bundesweites Netz von Antisemitismusbeauftragten, eine Bund-Länder-Kommission und eine nationale Strategie gegen Antisemitismus. Er hat das Amt aufgebaut, geprägt und zu einer festen Institution gemacht. Aber seien wir ehrlich: Das war vermutlich noch der einfache Teil.
Die tägliche Konfrontation mit Hass, Vorurteilen, Verschwörungstheorien und den immer gleichen Idioten
Andere Menschen gehen morgens ins Büro und beschäftigen sich mit Bauanträgen oder Müllgebühren. Felix Kleins Berufsalltag bestand acht Jahre lang aus Antisemitismus, aus Antisemiten, aus Menschen, die Antisemitismus relativieren, aus der täglichen Konfrontation mit Hass, Vorurteilen, Verschwörungstheorien und den immer gleichen Idioten.
Felix Klein wurde mit Lob und Danksagungen überhäuft – völlig zu Recht.
Felix Klein wurde mit Lob und Danksagungen überhäuft – völlig zu Recht.
Wer möchte so etwas freiwillig machen? Und wer hält so etwas aus, wenn er als Jude nicht ohnehin schon davon betroffen ist? Das alles verlangt eine bemerkenswerte psychische Robustheit. Andere Menschen entwickeln Burn-out. Felix Klein entwickelte Pressemitteilungen. Doch selbst das war vermutlich nicht die größte Herausforderung seines Amtes. Denn Felix Klein war nicht nur Antisemitismusbeauftragter. Mit der........
