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Alles Käse

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21.05.2026

21. Mai 2026 – 5. Siwan 5786

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Ob Oreo-Cheesecake, israelischer Käsekuchen oder Napoleon-Torte: Familien verraten ihre Lieblingsrezepte und erzählen, warum milchige Desserts zum Fest unverzichtbar sind

Genia Studniberg kennt sie alle. Ob Chocolat-, Red Velvet- oder Lotus-Käsekuchen – in ihrem Ofen wurden schon sämtliche Varianten gebacken. Nun steht sie in ihrer Küche. Ein paar Tage vor Schawuot möchte sie mit Tochter Lilia und Sohn Ilan einen Testlauf machen, ob sich ein passender Käsekuchen für die Feiertage findet, zu denen milchige Speisen traditionell gehören. Der mittlere Sohn fehlt – er ist beim Mini-Machane der Jewrovision in Stuttgart.

Die Entscheidung fällt auf den Oreo-Käsekuchen, der von Ilan favorisiert wird. Gemeinsam vermischen sie die Zutaten – Frischkäse, Crème fraîche, Ei, Zucker, Vanille und eine abgeriebene Zitronenschale – in einer Schüssel. Ilan zerbröselt die schwarzen Kekse mit Milchcremefüllung, fügt Butter hinzu und drückt sie in die Muffin-Backform. Schließlich gießt Genia vorsichtig die Füllmasse hinein. Lilia ist für die Himbeeren zuständig, die sie in einem Topf erhitzt.

Genia höhlt die Muffins aus, sodass die rote Himbeersoße hineinfließen und ihren Platz finden kann. »Das macht die Muffins frischer«, sagt sie gut gelaunt. Es wird gelacht in der Küche, und die Spannung steigt, ob der Cheesecake die Schawuot-Anforderungen erfüllt. Denn er soll besonders gut schmecken. »Beim Backen kann ich mich entspannen und in mich gehen«, sagt die 46-Jährige aus Mannheim. Ihr Mann sei der Koch in der Familie.

Neben Challa und Brot backt sie auch Kuchen

Neben Challa und Brot backt sie auch Kuchen. »Als dreijähriges Mädchen habe ich schon mit meiner Oma in der Küche gestanden und ihr beim Backen geholfen«, erzählt Genia. »Schade, dass ich mir nicht alle Rezepte und Tricks merken konnte.« Aber sie sei oft überrascht, was ihr alles wieder einfällt. Leider ist ihre Großmutter schon vor einigen Jahren gestorben.

Früher habe sie zu Schawuot einen klassischen Käsekuchen gebacken, aber mittlerweile mag sie es zu variieren. »Der Boden kommt nun nach einer Idee........

© Juedische Allgemeine