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»Eine ziemlich dramatische Zeit«

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28.08.2026

28. August 2026 – 15. Elul 5786

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»Eine ziemlich dramatische Zeit«

»Eine ziemlich dramatische Zeit«

Rabbiner Walter Rothschild wäre beinahe an einer Infektion gestorben – nun hat er über den Kampf um sein Leben geschrieben

An einem Freitagvormittag sitzt Rabbiner Walter Rothschild im »Balaboosta«, dem kleinen Café des koscheren Lebensmittelladens in der Charlottenburger Waitzstraße. Vor sich ein Buch. Er liest, lässt sich aber gern auf ein Gespräch ein. »Es ist gut, mal wieder rauszukommen«, meint er lächelnd. Und die Frage, wie es ihm geht, beantwortet der 72-Jährige mit einem für ihn und seinen britischen Humor typischen Satz: »Juden lieben es, zu meckern. Das ist nicht schön. Aber ich bin froh, dass ich noch meckern kann.«

Und dann beginnt er, von den vergangenen Wochen zu erzählen – und davon, dass sie die letzten seines Lebens hätten sein können. Es sei eine »ziemlich dramatische Zeit« gewesen.

Eine Art Reiseblog einer ungeplanten Reise

Seine Erinnerungen daran hat er in einem kleinen Heft aufgeschrieben. Er hat es im Selbstverlag herausgebracht und bei Amazon drucken lassen. Views from Room 6: A Journey to Nowhere and Back Again ist der Titel. »Dies ist daher eine Art Reiseblog einer ungeplanten Reise, deren Hauptziel es war, mich im Grunde dorthin zurückzubringen, wo ich angefangen habe«, formuliert er im Vorwort. Und er schreibt: »Ende Mai 2026 wäre ich ziemlich unerwartet beinahe gestorben.«

»Überraschungen kommen oft unerwartet«, zitiert er eingangs sinngemäß den Dichter und Zeichner Wilhelm Busch. So begann alles am 22. Mai, als er mitten in der Nacht mit........

© Juedische Allgemeine