„Über die Verkrampftheit hinwegkommen“
26. Mai 2026 – 10. Siwan 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
»Über die Verkrampftheit hinwegkommen«
Andreas Brämer, Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, über den jüdischen Filmclub in der Stadt am Neckar
Herr Brämer, nachdem Sie 2024 als Rektor an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg angefangen haben, wurde in der Stadt ein jüdischer Filmclub gegründet. Wo finden die Veranstaltungen statt?
Im Karlstorkino in Heidelberg – dort läuft an diesem Donnerstag (28.Mai) der Spielfilm »All About the Levkoviches« des ungarischen Regisseurs Ádám Breier, ein Vater-Sohn-Drama um jüdische Identität und Tradition. Es ist bereits unsere dritte Veranstaltung. Das Kino war sofort sehr aufgeschlossen für die Idee eines jüdischen Filmclubs, aber da die Hochschule für solche Veranstaltungen über kein Veranstaltungsbudget verfügt, mussten wir uns zunächst um finanzielle Unterstützung bemühen. Eine großzügige Förderung haben wir dann von der Stadt Heidelberg bekommen. Wir haben in diesem Jahr noch zwei Termine und müssen uns danach möglicherweise schon wieder neu nach Finanzmitteln umsehen, um das Format dann fortzusetzen.
Das Gebiet ist für Sie nicht neu – als Sie noch am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg tätig waren, hatten Sie in der Hansestadt ebenfalls einen Filmclub initiiert. Wie kam es dazu?
Die Idee war inspiriert vom Jüdischen Filmclub in Wien, wo der Filmwissenschaftler Frank Stern und und der Kulturwissenschaftler Klaus Dawidowicz das Konzept auf die Beine gestellt hatten. Ich habe diese Idee adaptiert. Das Prinzip beim Jüdischen Filmclub in Hamburg war es, internationale Spielfilmproduktionen, häufig auch israelische Filme, zu zeigen. Voraussetzung für die Auswahl war natürlich in irgendeiner Form ein jüdisches Thema. Entweder es war fiktiv oder........
