menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Judenhass ist ein gesellschaftliches Fieber

13 0
07.10.2026

Nach den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus wird darüber gestritten, ob die Linke „antisemitisch“ ist. Der Zank dient weniger der Sorge um die Sicherheit der Juden und schon gar nicht ihrem Wohlbefinden. Ziel ist vielmehr, die Linke, in der Antisemiten und ihre Sympathisanten erheblichen Einfluss besitzen, von diesen Tendenzen sowie deren Vertretern weniger abhängig zu machen. Ein Unterfangen, das aufgrund der Stimmung in Partei und Gesellschaft wohl zum Scheitern verurteilt ist.

„Antisemitismus“ ist seit dem Ende des Nazi-Reiches 1945 ein Synonym für Auschwitz, die systematische Judenvernichtung. Das ist für die überwältigende Mehrheit der Deutschen bis heute tabu. Damit möchte man nichts zu tun haben. Der Begriff „Antisemitismus“ ist irreführend. Die Nazis und andere Hasser gaben vor, die „semitische Rasse“ sei minderwertig und müsse vernichtet werden – was sie schließlich den Juden antaten.

Doch Hitler und seine Mitläufer glaubten ihrer „Weltanschauung“ selbst nicht. Der Nazichef pflegte freundlichen Umgang mit Arabern, speziell dem Mufti von Jerusalem, Amin al-Husseini. Der hasste die Juden nicht weniger als sein Kumpan Hitler. „Antisemiten“ sind Judenhasser. „Rasse“ dient lediglich der Brandmarkung. Die Behauptung mancher Araber oder geborener Juden, sie könnten keine „Antisemiten“ sein, da sie selbst Semiten seien, ist eine Lüge. Viele Menschen unterschiedlicher Herkunft hassen Juden.  

Exklusive Einblicke: Hinter den Kulissen der Politik

Sie interessieren sich für politische Hintergründe und wollen wissen, was in der Hauptstadt hinter verschlossenen Türen passiert? Dann ist der Newsletter „Hauptstadt Inside“ von Jörg Quoos, dem Chefredakteur der FUNKE........

© IKZ