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Mit Reformverweigerung gewinnt die CDU keine Wahlen

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Wenn Sie sich fragen, wer eigentlich Manuel Hagel ist, dann haben Sie bereits den ersten Grund für das schwache Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gefunden. Der 37-jährige Spitzenkandidat war für viele Wähler ein politisches Phantom: kaum bekannt, kaum profiliert, kaum greifbar. Wer Ministerpräsident werden will, muss mehr sein als ein Name auf dem Wahlzettel.

Auch wenn noch nicht ganz sicher ist, wer den Ministerpräsidenten stellt: Die Grünen haben der CDU den Wahlsonntag verhagelt. Die Christdemokraten, die den Wahlsieg fest eingepreist hatten, liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem grünen Spitzenkandidaten Cem Özdemir. Damit haben sie im Wahlkampf satte zehn Prozentpunkte Vorsprung verspielt.

In der Landespartei verwies man schon Tage vor der Wahl auf die Berliner Lifestyle- und Zahnersatz-Debatten, die sicher keinen Rückenwind lieferten. Doch diese Ausrede greift zu kurz. Die CDU in Baden-Württemberg hat schon selbst dafür gesorgt, dass es am Ende so eng wurde.

Ein Spitzenkandidat muss sich schon selbst fragen lassen, welchen Anteil er am Wahlergebnis trägt. Dabei geht es nicht nur um die Sexismusdebatte Hagels. Er hatte über die „rehbraunen Augen“ einer jungen Frau geschwärmt.

Wenn Sie sich fragen, wer eigentlich Manuel Hagel ist, dann haben Sie bereits den ersten Grund für das schwache Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gefunden. Der 37-jährige Spitzenkandidat war für viele Wähler ein politisches Phantom: kaum bekannt, kaum profiliert, kaum greifbar. Wer Ministerpräsident werden will, muss mehr sein als ein Name auf dem Wahlzettel.

Auch wenn noch nicht ganz sicher ist, wer den Ministerpräsidenten stellt: Die Grünen haben der CDU den Wahlsonntag verhagelt. Die Christdemokraten, die den Wahlsieg fest eingepreist hatten, liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem grünen Spitzenkandidaten Cem Özdemir. Damit haben sie im Wahlkampf satte zehn Prozentpunkte Vorsprung verspielt.

In der Landespartei verwies man schon Tage vor der Wahl auf die Berliner Lifestyle- und Zahnersatz-Debatten, die sicher keinen Rückenwind lieferten. Doch diese Ausrede greift zu kurz. Die CDU in Baden-Württemberg hat schon selbst dafür gesorgt, dass es am Ende so eng wurde.

Ein Spitzenkandidat muss sich schon selbst fragen lassen, welchen Anteil er am Wahlergebnis trägt. Dabei geht es nicht nur um die Sexismusdebatte Hagels. Er hatte über die „rehbraunen Augen“ einer jungen Frau geschwärmt.


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