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Wie das Wirtschaften in Kreisläufen zum Wettbewerbsvorteil wird

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27.01.2026

Ob Donald Trumps Anspruch auf das rohstoffreiche Grönland oder Chinas strenge Exportkontrollen für seltene Erden: Immer wieder bekommen Deutschland und Europa vor Augen geführt, dass mehr Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung sinnvoll wäre.

Der Plan namens „Resource EU“ der Europäischen Kommission soll dabei helfen: Bis zu 95 Prozent kritischer Rohstoffe könnten demnach aus bestehenden Produkten recycelt werden, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Dezember. Bislang ist der Anteil verschwindend gering, etwa bei seltenen Erden, die in Magneten oder Batterien stecken.

Recycling? Das Thema Kreislaufwirtschaft war lange Zeit mit weniger Energieverbrauch, weniger Treibhausgasausstoß, mehr Klimaschutz verbunden. Aber darin steckt mehr, als vielen Unternehmen bewusst sein dürfte. Die „Circular Economy“ ziele längst nicht mehr nur auf Müllvermeidung und Klimaschutz ab, sagt Adriana Neligan, Nachhaltigkeitsexpertin beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln).

Sie betont vor allem das ökonomische Potenzial: „Vor dem geopolitischen Hintergrund kann es ein Wettbewerbsvorteil sein, wenn ich nicht davon abhängig bin, Rohstoffe von kritischen Partnern wie China einkaufen zu müssen.“

Wer erfolgreich zirkuläre Strategien umsetzen will, sollte sich aber auch darum kümmern, seine Produktdaten digital so aufzubereiten, dass sie sich demnächst gut in die von der Europäischen Union geplanten Digitalen Produktpässe einpflegen lassen.

Ein Beispiel für........

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