Die AfD-Wirtschaftspläne sind Unsinn – trotzdem schaffen die etablierten Parteien kein Gegenangebot
Im März 2026 wählen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, im September Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Erwartet, teilweise befürchtet wird ein Wahlerfolg der Alternative für Deutschland (AfD). Seit der Flüchtlingskrise von 2015/16 hält die AfD die Republik in Atem. Gemäß den Wählerwanderungen zurückliegender Wahlen hat sich die Partei tief in das Wählerpotenzial etablierter Parteien gegraben: Alle Parteien, am ehesten noch mit Ausnahme der Grünen, haben Wählerinnen und Wähler an die AfD verloren. Eine erfolgreiche Strategie gegen die deutschen Rechtspopulisten ist bislang nicht in Sicht.
International sind populistische Parteien auf dem Vormarsch, und überall dort werden Gründe für ihren Erfolg gesucht. Dies gilt angesichts der fast täglichen Vorstöße und Kapriolen des amerikanischen Präsidenten nicht zuletzt für die USA. Zudem blickt die Welt auf die Entwicklung in Argentinien unter Präsident Milei. Nicht selten werden in der deutschen Diskussion Parallelen zum internationalen Populismus gezogen und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Das ist zu schlicht.
Populismus ist ein schwieriger Begriff, denn letztlich geht es in Demokratien um den Willen........
