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Und wenn Trump es in Wahrheit gut mit uns meint?

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26.01.2026

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Und wenn in Wirklichkeit alles ganz anders ist? Wenn es sich bei Donald Trump keineswegs um einen pathologischen Narzissten handelt, der 70 Jahre transatlantische Partnerschaft riskiert, um seinen Geltungsdrang zu befriedigen? Sondern in Wahrheit um einen Freund, der uns Europäer von unseren Irrwegen abbringen will – zu unserem eigenen Besten?

Es gibt durchaus den ein oder anderen einflussreichen USA-Erklärer, der diese These weiterhin vertritt. Christian Angermayer zum Beispiel, ein auf beiden Seiten des Atlantiks bestens vernetzter Unternehmer und Investor. Eigentlich strecke die Trump-Regierung ihre Hand aus, sagt Angermayer dem Handelsblatt:

Vizepräsident J.D. Vance sei eigentlich „der größte Freund Europas“, so Angermayer. Vance sehe die USA und China auf einen großen Konflikt zusteuern, in dem Amerika Europa an seiner Seite brauche – idealerweise sogar Russland. Da der Vizepräsident aber glaube, dass ohne Deutschland Europa nicht funktioniere, habe er eine Art „frustrierte Liebe“ zu den Deutschen entwickelt.

Letztlich sei Trump ein Staatschef, der sich traue, unbequeme Wahrheiten anzusprechen und zu Ende zu denken. So glaubt Angermayer, dass Künstliche Intelligenz und Robotik das Ende menschlicher Arbeit bedeuten werden:

Ich finde Angermayers Sicht auf die US-Politik intellektuell spannend. Teilen kann ich sie nicht. Erst recht nicht nach diesem Wochenende, an dem erneut ein Grenzschutzbeamter einen US-Bürger im Bundesstaat Minnesota erschossen hat. Das Heimatschutzministerium spricht von Notwehr. Videos von Augenzeugen deuten........

© Handelsblatt