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Trump wagt den großen Iran-Krieg – ein tollkühnes Unterfangen

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28.02.2026

Für einen isolationistischen Präsidenten, der Amerika aus den Kriegen dieser Welt heraushalten wollte, legt Donald Trump einen beachtlichen Interventionsdrang an den Tag. Die angebliche Vernichtung der iranischen Atomanlagen im vergangenen Sommer, die gewaltsame Entführung des venezolanischen Staatspräsidenten, und natürlich aktivistische Einflussnahme auf den Krieg in der Ukraine, bedauerlicherweise zum Teil an der Seite Moskaus – der US-Präsident will kraftvoll Einfluss auf das geopolitische Weltgeschehen nehmen, so wie es viele seiner Vorgänger auch getan haben.

Und doch hat der großangelegte Angriff auf den Iran seit dem frühen Samstag eine völlig neue Dimension. Die Folgen der Intervention, die die USA gemeinsam mit Israel, dem engsten amerikanischen Verbündeten, gestartet haben, sind ebensowenig kalkulierbar, wie die Kriegsziele des Präsidenten zunächst klar erscheinen.

Will Trump mit gezielten Militärschlägen nur das iranische Nuklearprogramm und die Basen für die Langstreckenraketen vollständig zerstören? Oder strebt der Präsident tatsächlich einen Regime Change an, um den Weg für eine Neuordnung des gesamten Nahen und Mittleren Osten freizumachen?

Für einen isolationistischen Präsidenten, der Amerika aus den Kriegen dieser Welt heraushalten wollte, legt Donald Trump einen beachtlichen Interventionsdrang an den Tag. Die angebliche Vernichtung der iranischen Atomanlagen im vergangenen Sommer, die gewaltsame Entführung des venezolanischen Staatspräsidenten, und natürlich aktivistische Einflussnahme auf den Krieg in der Ukraine, bedauerlicherweise zum Teil an der Seite Moskaus – der US-Präsident will kraftvoll Einfluss auf das geopolitische Weltgeschehen nehmen, so wie es viele seiner Vorgänger auch getan haben.

Und doch hat der großangelegte Angriff auf den Iran seit dem frühen Samstag eine völlig neue Dimension. Die Folgen der Intervention, die die USA gemeinsam mit Israel, dem engsten amerikanischen Verbündeten, gestartet haben, sind ebensowenig kalkulierbar, wie die Kriegsziele des Präsidenten zunächst klar erscheinen.

Will Trump mit gezielten Militärschlägen nur das iranische Nuklearprogramm und die Basen für die Langstreckenraketen vollständig zerstören? Oder strebt der Präsident tatsächlich einen Regime Change an, um den Weg für eine Neuordnung des gesamten Nahen und Mittleren Osten freizumachen?


© Handelsblatt