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Mehr als ein Nischenmodell für Start-ups – eine neue Rechtsform für alle

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24.02.2026

Aktiengesellschaft und GmbH mögen als Rechtsform seit mehr als 100 Jahren bewährt sein. Doch seit ein paar Jahren gibt es immer öfter Rufe kleinerer und mittlerer Unternehmen sowie Start-ups nach einer „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“ (GmgV). Sie wollen ein treuhänderisches Unternehmertum, bei dem der Gewinn nicht einfach ausgezahlt werden kann, sondern in der Firma verbleiben muss. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens soll über kurzfristige Gewinninteressen gestellt werden.

Diesen Firmenlenkern muss es ernst sein. Wer verzichtet schon freiwillig auf Boni, so wie es nun im Konzept für die neue Rechtsform der GmgV von Justizministerin Hubig vorgesehen ist? Welcher Gesellschafter stimmt schon zu, dass bei einer Liquidation verbleibendes Vermögen an den Fiskus geht?

Der Wunsch der Eigentümer und Gründer ist nicht neu. Bosch, Alnatura, Patagonia – schon einige Unternehmen haben sich dem „Verantwortungseigentum“ verschrieben. Gründer Robert Bosch verfügte das schon 1942. Seither funktioniert das aber nur mit Stiftungsstrukturen, die als komplex und kostenintensiv gelten.

Aktiengesellschaft und GmbH mögen als Rechtsform seit mehr als 100 Jahren bewährt sein. Doch seit ein paar Jahren gibt es immer öfter Rufe kleinerer und mittlerer Unternehmen sowie Start-ups nach einer „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“ (GmgV). Sie wollen ein treuhänderisches Unternehmertum, bei dem der Gewinn nicht einfach ausgezahlt werden kann, sondern in der Firma verbleiben muss. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens soll über kurzfristige Gewinninteressen gestellt werden.

Diesen Firmenlenkern muss es ernst sein. Wer verzichtet schon freiwillig auf Boni, so wie es nun im Konzept für die neue Rechtsform der GmgV von Justizministerin Hubig vorgesehen ist? Welcher Gesellschafter stimmt schon zu, dass bei einer Liquidation verbleibendes Vermögen an den Fiskus geht?

Der Wunsch der Eigentümer und Gründer ist nicht neu. Bosch, Alnatura, Patagonia – schon einige Unternehmen haben sich dem „Verantwortungseigentum“ verschrieben. Gründer Robert Bosch verfügte das schon 1942. Seither funktioniert das aber nur mit Stiftungsstrukturen, die als komplex und kostenintensiv gelten.


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