Wie man auch ohne Babyboomer Weltmarktführer bleibt
Deutschlands Unternehmen verlieren in absehbarer Zeit knapp dreißig Prozent ihrer Gehirnmasse. Die vorhersehbarste Krise des Jahrhunderts ist da. Fast 14 Millionen Mitarbeitende verabschieden sich demnächst aus den Unternehmen in Richtung Rente. Nun dämmert es den Arbeitgebern, dass mit den Menschen auch Wissen, Erfahrung, Netzwerke, Persönlichkeit und Kultur verloren gehen. Demenz nennt die Medizin den Verlust geistiger Fähigkeiten. Überraschenderweise weist der Unternehmensorganismus dabei dieselben Symptome und denselben Krankheitsverlauf auf.
Stufe 1: Vergesslichkeit
Was zeitlebens selbstverständlich war, löst sich still und leise auf. Es beginnt mit Kleinigkeiten. Man blickt rücksichtsvoll darüber hinweg, bis es eines Tages unübersehbar wird. Wie in diesem Fall: Der alte Werkstattleiter hatte es im Blut und zu Urlaubszeiten immer ein paar Teile extra auf Lager. Doch mit seinem Weggang ging auch das Gespür verloren. Ein Zehn-Euro-Kleinteil fehlte, musste bestellt werden und legte die Produktion zwei Tage still. Vergessen kostet.
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Stufe 2: Erschrecken
Unternehmen beschäftigen sich mit der Zukunft und nicht mit dem Gestern. Da ist es........
