Europa sollte mit anderen Mittelmächten Trump trotzen
US-Präsident Donald Trump hat Davos einen Schock versetzt. Bereits im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums bekräftigte er seinen Anspruch auf Grönland, eskalierte seine Zollandrohungen und will nun mit Gleichgesinnten einen internationalen Friedensrat schaffen, der zunächst den Gazakonflikt lösen soll. Faktisch ist dies ein weiterer Schachzug, um bestehende multilaterale Strukturen aufzubrechen und den USA eine neue Sonderrolle zu sichern.
Für Europa geht es um sehr, sehr viel: Wie geht es mit einem Partner um, der zentrale Grundprinzipien der internationalen Ordnung untergräbt, die territoriale Integrität eines EU-Staats bedroht und weitere mit wirtschaftlichen Mitteln massiv unter Druck setzt? In Davos – und mehr noch beim EU-Sondergipfel am Donnerstag – gibt es für die Europäer drei Hebel, um die Situation zu drehen.
Donald Trump überzieht die Welt seit einem Jahr mit Forderungen und Ankündigungen, die den Rahmen des als möglich Erachteten verschieben und massiv europäische Interessen verletzen. Die Empörung der Europäer ist groß, doch die Reaktion oft moderat, aus taktischen Gründen. Donald Trump hat Diskurshoheit und drängt die Europäer in die Defensive.
Sie müssen nun die Dinge glasklar beim Namen nennen: Es geht nicht um........
