Bummelei mit Kalkül
Stand: 27.02.2026, 18:23 Uhr
Von: Frank-Thomas Wenzel
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Ministerin Reiche torpediert systematisch grüne Reformen.
Nach einem Jahr Bedenkzeit geht Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Dinge jetzt forsch an. Erst das „Netzpaket“, dann die Änderung des Heizungsgesetzes – und als Nächstes will sie die Solarförderung kappen.
Die klammheimliche Kalkulation: Der Umbau des Energiesystems soll gebremst werden. Weil alles, was irgendwie nach den Grünen riecht, unter Christdemokraten noch immer mit Klischees und Vorurteilen behaftet ist und deshalb weg soll.
Aber es steckt auch Pragmatismus dahinter. Mehr Gasheizungen und weniger Wärmepumpen bedeuten: Die Stromnachfrage steigt langsamer. Der Wegfall von Einspeisevergütungen für kleine Solaranlagen und Schikanen bei Netzanschlüssen bremsen die Produktion von Elektrizität aus den Erneuerbaren.
Genau das will die Bundesregierung erreichen – insbesondere bei den kleinen Solaranlagen, denn die sind für die Betreiber der regionalen Verteilnetze besonders schwer zu handhaben. Reiche will den über viele Jahre verschleppten Ausbau der regionalen Leitungssysteme so stark wie möglich drosseln.
Denn ein forsches Herangehen beim Netzausbau würde nicht nur ein weiteres Sondervermögen nötig machen. Auch die Umsetzung wäre ambitioniert, geht es doch um gut 850 Netzbetreiber – eine personell und organisatorisch extrem konfliktträchtige Aufgabe.
Doch das systematische Verzwergen hilft nur vorübergehend. So etwas nennen Experten eine schwache Strategie, weil sie kurzsichtig ist. An der Digitalisierung der Netze und dem Verlegen dickerer Leitungen führt auf Dauer kein Weg vorbei – auch weil es die Industrie wettbewerbsfähiger macht. Dafür müssen dann wohl die nach Reiche sorgen.
