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Manuel Hagel fordert plötzlich Ämterteilung – Das ist lachhaft

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Manuel Hagel fordert plötzlich Ämterteilung – Das ist lachhaft

Stand: 09.03.2026, 20:14 Uhr

Von: Christine Dankbar

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Nach der knappen Wahlniederlage verlangt der CDU-Mann eine Teilung des Ministerpräsidentenamts. Cem Özdemir lehnt die Forderung klar ab.

Die Grünen haben in Baden-Württemberg die Wahl knapp gegen die Union gewonnen. Bei den Mandaten gibt es einen Gleichstand: Grüne und CDU haben jeweils 56 Sitze im neuen Landtag. Der Spitzenkandidat der Union, Manuel Hagel, hat daher noch mal überlegt und findet nun, dass sich Cem Özdemir mit ihm das Amt des Ministerpräsidenten teilen sollte. Also erst mal zweieinhalb Jahre der eine und dann zweieinhalb Jahre der andere. Hagel findet das gerechtfertigt, denn irgendwie war der Wahlkampf ja auch ganz schön unfair.

Diese Ämterteilung wird auch die israelische Lösung genannt, weil sich dort in den 1980er Jahren Schimon Peres und Jitzchak Schamir auf dem Chefposten abgewechselt haben. Es hat dort überraschend gut funktioniert. Das lag auch daran, dass die beiden einander ebenbürtig waren. Das Modell ist daher schon allein deshalb für die derzeitige Situation in Baden-Württemberg nicht zu empfehlen.

Wahlergebnis in Baden-Württemberg: Knapp aber eindeutig

Das Wahlergebnis mag knapp sein, es ist aber eindeutig: 30,2 Prozent für die Grünen gegen 29,7 Prozent für die CDU. Es wird wohl noch einige Rechenspielereien geben, in denen sich die CDU die Niederlage schönrechnet. Das nennt man dann Interpretation. Für die Seele des Wahlverlierers ist das Balsam, die Regierungsbildung hält es nur unnötig auf.

Man kann es auch mit den Worten des künftigen alleinigen Ministerpräsidenten Özdemir sagen: „Wir machen erwachsene Politik, die Situation ist einfach zu ernst für Quatsch aller Art.“


© Frankfurter Rundschau