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Es gibt keinen Maulkorb, aber ihr sagt besser nichts

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DFB vor der Trump-WM : Es gibt keinen Maulkorb, aber ihr sagt besser nichts

Nach Qatar wollte der DFB besser vorbereitet sein, wenn Fußball und Politik kollidieren. Vor der WM in den USA klingt Rudi Völler nun so, als sei Reden erlaubt – aber Schweigen erwünscht.

Monate sind vergangen, seit Oke Göttlich, Präsident des Fußballklubs FC St. Pauli, brachial, aber nachvollziehbar versucht hat, den DFB, zu dessen Präsidium er gehört, dahin zu bringen, sich Gedanken zu machen, was man sagen will, wenn das deutsche Herren-Nationalteam zur WM ins Land von Donald Trump reist, dem Friedenspreisträger der FIFA – und dann wieder diese Fragen kommen.

Diese unangenehmen Fragen nach den politischen Verhältnissen in Ländern, in denen man antritt. Nach dem Umgang mit dem WM-Teilnehmer Iran, gegen den Trump Krieg führt. Nach dem Grenzschutzkommando ICE, das auch in den US-amerikanischen Stadien patrouillieren wird, wie das Heimatschutzministerium angekündigt hat.

Und als solche Fragen jetzt Rudi Völler, der Sportdirektor des Männer-Teams, bei einer Pressekonferenz vor dem Abflug des DFB-Trosses nach Chicago beantworten sollte, nach der Vorbildfunktion der Nationalspieler: Da fiel dem gestandenen Mann des internationalen Fußballs als Erstes ein, lieber diejenigen abzukanzeln, die sie stellen. Und danach........

© Frankfurter Allgemeine