Die CDU verweigert sich dem Wahlkampf
Die SPD in Rheinland-Pfalz dürfte nach der Landtagswahl auf die CDU angewiesen sein. Die ist bisher auffällig still. Davon könnte die AfD am Ende profitieren.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer spricht von der größten Herausforderung seines Lebens, die vor ihm liege. Er weiß, dass von der Landtagswahl am 22. März auch für die kriselnde SPD im Bund viel abhängt: Das ländliche, konservativ geprägte Rheinland-Pfalz war nie eine Hochburg der Partei. Der Landesverband bewies aber über drei Jahrzehnte, wie weit die SPD über ihre klassischen Milieus ausstrahlen kann. Während die CDU bei den meisten Bundestags- und Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz seit der Wiedervereinigung vorn lag, verlor sie sieben Landtagswahlen in Folge.
Entscheidend war immer die Zuspitzung auf die Frage, wer das Land führen soll. Beliebte sozialdemokratische Amtsinhaber wie Kurt Beck und Malu Dreyer verhalfen zum Sieg. Schweitzer, der sich zum ersten Mal zur Wahl stellt, ist bei Weitem nicht so geachtet wie seine Vorgänger. Zusammen mit einem Bundestrend von 13 bis 14 Prozent könnte es diesmal knapp werden für die SPD. Verliert Schweitzer, ist er weg vom Fenster. Den Eintritt in ein Kabinett unter CDU-Führung schließt er aus.
Der CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder sagt von sich, er habe nichts zu verlieren, und gibt sich entspannt. Die Liste........
