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Was in Erinnerung bleibt, ist die Beschreibung der Gefahr

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22.01.2026

In Davos hält der Bundeskanzler eine Rede, die fast spiegelbildlich zu der von Trump wirkt. Er schlägt darin einen pragmatisch poetischen Ton an und richtet sich plötzlich an seine „deutschen Hörer“.

„Wir leben in Umbruchzeiten“, schreibt der Intendant des Deutschen Theaters Göttingen zu Beginn seines Spielplanheftes. „Wir erleben eine tektonische Verschiebung der Weltordnung“, sagt der deutsche Bundeskanzler zu Beginn seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum. Er hält sie auf dem „Zauberberg“, wie er mit unscheinbarem Augenzwinkern feststellt, also auf jenem oberhalb von Davos imaginierten Erinnerungsort deutscher Literaturgeschichte, der von Thomas Mann zum Inbegriff der Vorahnung stilisiert wurde. Das hier gelegene Sanatorium ist bevölkert von gemütskranken Intellektuellen, die sich in selbstversunkener Dekadenz an die Stärken des europäischen Bewusstseins erinnern. Aber auch schon mit der reinigenden Kraft eines Krieges kokettieren, sich zumindest den Umbruch als Ausbruch vorstellen können.

„In diesen Wochen und Monaten wohnen wir dem Beginn einer neuen Ära bei“, sagt Friedrich Merz im Januar 2026........

© Frankfurter Allgemeine