Bunte Kunst? Ist in Italien nicht mehr gefragt
Raum in Venedig zerstört : Bunte Kunst? Ist in Italien nicht mehr gefragt
Die Biennale in Venedig zerstört ein preisgekröntes Werk des Künstlers Tobias Rehberger: Dessen beliebte „Cafeteria“ weicht einem dunklen Raum, der zum Symbol für das neue kulturelle Klima in Italien werden könnte.
Es ist schon vorgekommen, dass man in den schönen Giardini von Venedig durch den Hauptpavillon der Kunstbiennale lief, wo die Kuratoren große Mengen von sehr schlechter Kunst aufgestapelt hatten, und in den Nebenräumen waren auch nur Arbeiten zu sehen, die man mit viel Wohlwollen als „interessant“ bezeichnen konnte. In diesen Fällen gab es einen doppelten Trost – zwei Räume, auf die man sich immer freuen konnte und die allein die lange Anreise rechtfertigten: Auf der einen Seite Carlo Scarpas Skulpturengarten von 1952, das Meisterwerk einer mediterran erwärmten Moderne, mit dem sich nach dem faschistischen Theaterdonner der späten Mussolini-Jahre ein offeneres, leichteres Italien in Szene setzte – und auf der anderen Seite, seit 2009, einen Raum von Tobias Rehberger, der in erster Linie eine Kunstinstallation war, aber auch als Cafeteria genutzt werden konnte und für den der in Frankfurt lebende Künstler damals zu Recht den Goldenen Löwen als bester Künstler der Biennale verliehen bekam. Dieser Raum ist jetzt........
