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Die transatlantische Hand

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15.02.2026

Münchner Sicherheitskonferenz : Die transatlantische Hand

Europa muss seine Wirtschaft revitalisieren und sich besser verteidigen können. Beides hängt zusammen. Und eine Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten bleibt wichtig.

Nach dem Ende der Münchner Sicherheitskonferenz lohnt sich eine Rückkehr zu ihrem Anfang. Der jährliche Sicherheitsbericht zeichnete dieses Mal das Bild einer Welt, in der viele Menschen ihren Regierungen nicht zutrauen, im Interesse künftiger Generationen liegende Entscheidungen zu treffen. Die Umfragen sind besonders schlecht für Frankreich, Deutschland und Großbritannien, aber auch in den Vereinigten Staaten bleibt die Zahl der Zweifler erheblich.

Die Menschen sorgen sich überwiegend um die wirtschaftliche Zukunft. Wirtschaftskraft bleibt jedoch eine unabdingbare Voraussetzung für geo- und sicherheitspolitische Stärke.

Die Hand, die in München der amerikanische Außenminister Marco Rubio in Richtung der verschüchterten, zum Teil ungläubigen Europäer ausstreckte, könnte auch von wirtschaftlichen Überlegungen gelenkt worden sein. Auf die Vereinigten Staaten entfällt immer noch rund ein Viertel der Wirtschaftsleistung in der Welt, aber sowohl ihre hohe und weiterhin steigende Staatsverschuldung als auch Schwächen in der Industrie, die sich weder mit Zöllen noch mit Drohungen korrigieren lassen werden, setzen ihrer Macht........

© Frankfurter Allgemeine