Teheran fühlt sich schon als Sieger
Krieg in Iran : Teheran fühlt sich schon als Sieger
Iran geht aus gutem Grund selbstbewusst in die Verhandlungen mit den USA. Doch auf den Siegestaumel dürfte Katerstimmung folgen. Die Wirtschaft ist zerstört.
Im Februar, als die USA und Iran zuletzt am Verhandlungstisch saßen und sich die Gefahr eines Krieges schon abzeichnete, sagte Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff einen Satz, der tief blicken ließ. Der Präsident wundere sich, warum die Iraner nicht längst kapituliert hätten. Damit gestand Witkoff ein, dass die USA mit falschen Prämissen in diesen Krieg gestolpert sind.
Trump hat den Gegner nicht verstanden. Das iranische Regime dagegen wusste sehr genau, wo die wunden Punkte des Präsidenten sind. Teherans Kalkül, wonach es so lange durchhalten kann, bis Trump wegen der Kosten und der nahenden Kongresswahlen einknickt, ist aufgegangen.
Im Vergleich zu Februar hat sich Irans Verhandlungsposition stark verbessert. Trump hat seine militärische Trumpfkarte mit dem Krieg schon ausgespielt.........
