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Das Regime kämpft ums Überleben, ist aber nicht geschlagen

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05.03.2026

Irankrieg : Das Regime kämpft ums Überleben, ist aber nicht geschlagen

Ein Regimewechsel in Teheran dürfte mehr erfordern als Luftschläge. Ein Einsatz von kurdischen Kämpfern birgt aber die Gefahr eines Bürgerkriegs mit unabsehbaren Folgen für die Region.

Millionen Iraner weltweit haben zu Recht mit großer Genugtuung auf den Tod des Obersten Führers reagiert. Ali Khamenei ist persönlich verantwortlich für die brutale Unterdrückung aller iranischen Protestbewegungen seit 1989. Er hat das Land trotz enormer Öl- und Gasreserven in den wirtschaftlichen Ruin geführt. Seine ideologisch getriebene Anti-Israel-Politik hat Iran zu einem Paria-Staat gemacht.

Ob die amerikanisch-israelische Militäroffensive das Land in eine bessere Zukunft führt, ist indes noch unklar. Zwar sind die militärischen Kapazitäten des Regimes durch den Dauerbeschuss schon nach fünf Tagen erheblich geschwächt. Aber die politischen Institutionen der Islamischen Republik mit ihren Doppelstrukturen und verschiedenen Machtzentren sind genau für diesen Überlebenskampf geschaffen worden. Ein Regimewechsel in Teheran dürfte mehr erfordern als Luftschläge.

Das „Erbe“ Khamemeis erhalten

Weder Amerika noch Israel geht es in dieser Konfrontation wohl darum, den Boden für jenen demokratischen Übergang zu bereiten,........

© Frankfurter Allgemeine