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Mehr Tiefgang für den Rhein

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07.08.2026

Niedrigwasser in Flüssen : Mehr Tiefgang für den Rhein

So tief lagen die Pegel von Rhein, Donau und Elbe noch nie. Jetzt rächt sich die jahrzehntelange Vernachlässigung der Wasserwege.

Nicht einmal 20 Zentimeter sind es noch. So niedrig lag der Pegel des Rheins an der Engstelle Kaub bei Bingen noch nie. Der alte Negativrekord vom Dürrejahr 2018 ist damit unterschritten. Deutschlands wichtigste Wasserstraße, über die jährlich 80 Millionen Tonnen Güter transportiert werden, ist fast stillgelegt. Die Schiffe, die die Strecke noch befahren können, befördern nur noch einen Bruchteil ihrer sonst üblichen Ladung. An Donau und Elbe sieht die Lage nicht besser aus.

Das trifft die Unternehmen an den Flussläufen hart. Große Chemie- und Stahlwerke sind auf die Lieferungen per Schiff angewiesen. Sie müssen die Produktion drosseln und für die verbliebenen Transporte deutlich mehr bezahlen. Das werden auch die Autofahrer merken, weil die Raffinerien ebenfalls weniger Nachschub als sonst bekommen.

Das zeigt: Die Binnenschifffahrt ist unverzichtbar. Sie transportiert zwar nur sieben Prozent der Güter, während die Straße mit 70 Prozent dominiert. Aber für wichtige Rohstoffe ist sie der günstigste und umweltfreundlichste Weg. Die Massen, die manche Unternehmen benötigen, können Schiene und Straße gar nicht übernehmen. Ein normales........

© Frankfurter Allgemeine