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Zu real für das IOC

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10.02.2026

Das IOC verbietet dem Ukrainer Wladyslaw Heraskewytsch, einen Helm mit Bildern im Krieg getöteter Sportler zu tragen. Als Ersatz bietet es ein Armband an. Zugleich öffnet der Sport Russland die Tür.

Vor vier Jahren stand der Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch nach dem dritten Lauf im Eiskanal der Spiele von Peking. Er hielt ein Schild in die Kamera: „No war in Ukraine“ stand darauf, „kein Krieg in der Ukraine“. Der Ukrainer verstieß damit gegen Regel 50 der Olympischen Charta, die politische Botschaften verbietet im Wettkampf und bei der Siegerehrung.

Er durfte das Schild nicht mehr zeigen, wurde aber nicht bestraft vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Ein paar Tage später entfesselte Wladimir Putin den Angriffskrieg gegen die Ukraine. Sie sollte und soll von der Landkarte verschwinden. Vier Jahre später lebt die Ukraine, kämpft um ihr Überleben.

Hunderte, womöglich Tausende ukrainische Sportler aber sind gestorben, getötet von Putins Soldaten. Heraskewytsch wird in Cortina d’Ampezzo starten. Auf seinem Helm wollte er Gesichter im Krieg umgekommener........

© Frankfurter Allgemeine