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Ben-Gvirs Wahlkampfgetöse und der deutsche Theaterdonner

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22.08.2026

Eklat über Äußerung : Ben-Gvirs Wahlkampfgetöse und der deutsche Theaterdonner

Die Kritik an Itamar Ben-Gvir nach seiner Forderung, mehr Menschen in Gaza zu töten, trifft nicht den Falschen. Sie verfehlt dennoch den entscheidenden Punkt.

Itamar Ben-Gvirs martialische Äußerung, Israel solle im Gazastreifen jede Nacht 30 bis 40 Menschen töten, ist mit einem Wort erklärt: Wahlkampfgetöse. Im Kampf um Stimmen vor der Knessetwahl Ende Oktober gibt der Polizeiminister sich noch militanter als sonst.

Ein Ziel hat er damit schon erreicht: Ausländische, nicht zuletzt deutsche Politiker bis zum Kanzler geißelten den rechtsradikalen Politiker. Immer lauter wird die Forderung nach Sanktionen erhoben. In Ben-Gvirs Ohren dürfte das wie Musik klingen. Denn es passt zu seiner und der Weltsicht seiner potentiellen Wähler, dass Israel vom Rest der Welt gehasst werde und sich nur auf sich selbst verlassen könne.

Aber auch die Kritiker haben etwas davon. In der Person Ben-Gvirs gibt es jetzt einen jüdisch-israelischen........

© Frankfurter Allgemeine